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Regierungsvizepräsident Ficht übergibt Förderbescheid an Bürgermeister Sekinger

Kläranlage Rötenberg: Land gibt 840.000 Euro












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AICHHALDEN-RÖTENBERG, 22. Mai (pm) - Einen „Scheck“ in Höhe von 839.500 Euro brachte am Dienstag der Freiburger Regie-rungsvizepräsident Klemens Ficht persönlich nach Aichhalden: Das Land bezu¬schusst mit diesem Betrag Erweiterung, Umbau und Modernisierung der 1978 in Betrieb genommenen Kläranlage Rötenberg. Für das Projekt muss die Ge¬meinde insgesamt etwa 2,8 Mio. Euro aufwenden. Die Planung zur Ertüchtigung der Kläranlage erfolgte in enger Abstimmung mit dem Umweltschutzamt des Landratsamtes und dem beauftragten Ingenieurbüro Alwin Eppler.


"Wir konnten vom Förderantrag der Gemeinde etwa 2,14 Millionen. als zuschussfähig anerkennen und davon fast 40 Prozent als verlorenen Zuschuss bewilligen. Ihr fundierter Antrag und die Unterstützung des Landratsamtes waren dafür eine gute Grundlage", so der Regierungsvizepräsident bei der Übergabe des Bescheides an Bürgermeister Ekhard Sekinger.

"Für mich als Bürgermeister – übrigens auch gebürtiger Rötenberger – ist es eine besondere Freude, am heutigen Tag den Förderbescheid entgegen zu nehmen. Dies gilt auch besonders für den Gemeinderat, der am Abend noch tagt und Erd-, Beton- und Maurerarbeiten, die maschinentechnische Ausrüstung und die Steuerungstechnik mit einem Auftragsvolumen von insgesamt 2,1 Millionen. Euro vergibt. Der Baubeginn steht dann unmittelbar bevor und wir planen die Fertigstellung bis Herbst 2013", kommentierte Sekinger zufrieden die Förderentscheidung des Regierungspräsidiums.

Planung und Modernisierung der Kläranlage erfordern aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der Topographie besondere Anstrengungen. Man kann dafür nicht wie in anderen Gemeinden in die Fläche gehen, so dass die notwendige Erweiterung nur unter erschwerten Bedingungen machbar und damit sehr kostenaufwändig ist. Die Gemeinde plant daher, die Füllstände im Belebungs- und Nachklärbecken um etwa 50 Zentimeter anzuheben, um so auf mehr Behandlungsvolumen zu kommen.

Dazu ist auch ein neues Schneckenhebewerk zu installieren. Der gesamte Funktionsablauf wird automatisiert und unter anderem die mechanische Vorreinigung – größter Kostenfaktor bei der geplanten Sanierung – auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Auch das Regenüberlaufbecken ist zu erneuern.

Weitere wesentliche Änderung: Der anfallende Klärschlamm soll künftig nicht mehr landwirtschaftliche verwertet, sondern auf der Kläranlage entwässert und anschließend der thermischen Verwertung zugeführt werden. Die wasserrechtliche Erlaubnis für dieses Vorhaben hat das Landratsamt bereits vor einigen Jahren erteilt.

Das Land Baden-Württemberg hat im Rahmen des Förderprogramms "Wasserwirtschaft und Altlasten 2012" allein etwa 41 Millionen Euro für den Förderbereich "Abwasserbeseitigung" eingeplant.

Bei der Bekanntgabe dieses Programms am 21. März in Stuttgart hatte Umweltminister Franz Untersteller erklärt: "Investitionen in den Umweltschutz verbessern unsere Lebensbedingungen unmittelbar." In diesem Jahr könnten 200 kommunale Maßnahmen in den Bereichen Wasserwirtschaft und Altlasten vom Land gefördert werden.



22.05.2012, 18:48:52 Uhr




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