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SCHRAMBERG, 12. Juni (pm) - In den letzten Jahren hat die Geschichte der Flößerei im Kinzigtal und seiner Umgebung neues Interesse gefunden. Über das bewegte Schicksal des Flößers André Kuenz wird der Heimatforscher Alfred Kunz am Sonntag, 17. Juni, im Stadtarchiv Schramberg berichten. Als er Holz, das er in den heimischen Wäldern aufgekauft hatte, auf der Kinzig zum Rhein flößen wollte, um es dort zu verkaufen, stellten sich ihm die Wolfacher Flößer entgegen. Für einen Schramberger Flößer sollte Wolfach die Endstation sein. André Kuenz sollte dort sein Holz an die örtliche Schifferkompagnie übergeben, deren Mitglieder es dann ins Land hinaus weiterverkaufen wollten. André Kuenz wollte sich mit dieser Praxis nicht abfinden und begann dagegen anzukämpfen. Sein Streit um freie Wasserwege wurde zum Politikum und beschäftigte Staatskanzleien und Universitätsprofessoren. Es dauerte 15 Jahre, bis er mit seiner Auffassung, die Wasserstraße auf der Kinzig habe für alle da zu sein, Erfolg hatte. Kurz vor seinem endgültigen Triumph kam er unter mysteriösen Umständen ums Leben. Sein sich über viele Jahre erstreckender Kampf gegen die Sperr ist einer der spannendsten Wirtschaftskrimis des 18. Jahrhunderts im mittleren Schwarzwald. Der Referent, der zu den Nachfahren von André Kunz gehört, war als Lehrer an einer Berufschule in Villingen-Schwenningen tätig. Er beschäftigt sich im Ruhestand bereits seit mehreren Jahren mit Heimatgeschichte, hat mehrere Aufsätze veröffentlicht und ist in der Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus aktiv. Aufgrund der unsicheren Wetterlage wird der Vortrag am Sonntag, 17. Juni, nicht wie zunächst geplant unter freiem Himmel auf den Höhen über dem Schiltachtal, sondern um 14.30 Uhr im Stadtarchiv Schramberg (Am Hammergraben 8) stattfinden. 12.06.2012, 18:00:33 Uhr Anzeige
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