22.12.2010, 14:11:40 Uhr

47-Jähriger geht mit Messer auf Polizeibeamte los

Polizisten schießen Angreifer nieder


OBERNDORF, 22. Dezember (pz) - Bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zum Mittwoch ist in Oberndorf ein 47-jähriger Mann durch Schüsse schwer verletzt worden. Der Mann hatte die Beamten mit einem Messer angegriffen.


Auslöser des Polizeieinsatzes war der Anruf einer Bewohnerin des Mehrfamilienhauses in der Klosterstraße, in dem auch der 47-Jährige wohnt. Die Frau hatte kurz vor Mitternacht zunächst telefonisch gemeldet, dass der Mann in seiner Wohnung randalieren würde. Kurz darauf, als sich die Beamten gerade für den Einsatz fertigmachten, hatte sich die Anruferin mit ihrem Anliegen nochmals an der Tür des Polizeireviers gemeldet .

Als die Beamten daraufhin die Wohnung des Mannes betraten, ging dieser während der Überprüfung unvermittelt mit einem "Rambo-Messer" auf die Beamten los. Nachdem ein daraufhin angedrohter und dann auch durchgeführter Einsatz von Pfefferspray bei dem Mann ohne Wirkung blieb, drohten die Beamten den Einsatz der Schusswaffe an. Als der 47-Jährige trotzdem weiter mit dem Messer auf die Beamten losging, schoss einer der Beamten zwei Mal auf den 47-Jährigen. Das Messer ist etwa 30 Zentimeter lang und hat eine 18 Zentimeter lange Klinge. Im Volksmund nennt man es auch "Rambo-Messer".

Der Mann wurde durch die Schüsse ins Bein und den Körper schwer verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch bei den ersten ärztlichen Maßnahmen verhielt er sich weiter sehr aggressiv, so dass die ärztliche Behandlung nur mit Unterstützung der Polizei möglich war. Der 47-Jährige wurde noch in der Nacht in eine Tübinger Klinik verlegt, ist aber außer Lebensgefahr.

Derzeit ist nicht klar, warum der 47-Jährige auf die Polizeibeamten losgegangen ist. Bei ihm wurde eine Blutentnahme zur Prüfung einer möglichen Alkohol- oder Drogenbeeinflussung durchgeführt. Die Ermittlungen gegen den 47-Jährigen wegen des Angriffs auf die Polizeibeamten sowie die Prüfung des Schusswaffengebrauchs werden - wie in solchen Fällen üblich - durch die Landespolizeidirektion Freiburg durchgeführt.


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