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Veterinäramt rät zur Impfung von Hunden

Wieder Fuchs an Staupe erkrankt



Fuchs mit Staupe-Erkrankung: Abmagerung, getrübtes Bewusstsein, fehlende Scheu, verklebte Augen.
Foto: pm










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TUTTLINGEN, 11. Mai (pm) - Erneut wurde im Landkreis Tuttlingen bei einem Fuchs eine Infektion mit dem Staupe-Virus nachgewiesen. Der Fuchs fiel Spaziergängern im Bereich der Papiermühle bei Tuttlingen auf freiem Feld auf, weil er keine Scheu zeigte. Bei Annährung durch Personen erhob er sich und wich zunächst aus. Später blieb er mit verschwollenen, zugekniffenen Augenlidern apathisch stehen. Der Fuchs wurde von einem Jäger erlegt.


Vom Veterinäramt des Landratsamts wurde eine virologische Untersuchung am Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg veranlasst. Diese hat nun den Verdacht auf eine Staupe-Erkrankung bestätigt.

Seit 2010 wird in Baden-Württemberg bei Füchsen eine auffällige Häufung von Staupe-Erkrankungen beobachtet, die sich auch 2011 fortgesetzt hat. Besonders betroffen ist das Bodenseegebiet. Im Kreis Tuttlingen ist dies der dritte Nachweis, nach einem Fall in Leipferdingen Ende 2010 und einem zweiten Fall in Neuhausen on Eckm März diesen Jahres. In den letzten Wochen wurden zwei weitere verhaltensgestörte Füchse auch in Nendingen und in Tuttlingen beobachtet. Dies lässt vermuten, dass unter den Füchsen der Region eine Staupe-Welle abläuft.

Die hohen Fuchsbestände, insbesondere auch im Siedlungsbereich, fördern die Ausbreitung der Erkrankung. Die Stadt Tuttlingen und das Veterinäramt fordern die Bürger auf, Füchse auf keinen Fall zu füttern – dies fördert nur deren weitere Vermehrung und Verbreitung im Siedlungsgebiet. Auch Hunde und Katzen sollten nur im Haus oder nur an Stellen gefüttert werden, die von Füchsen nicht erreicht werden können. Bereits vor zwei Jahren haben die Stadt und das Veterinäramt ein Merkblatt zum sachgerechten Umgang mit "Nachbar Fuchs" erarbeitet. Dieses Merkblatt ("Wildtiere in Wohngebieten") ist bei der Stadtverwaltung Tuttlingen und beim Veterinäramt erhältlich.

Staupe - eine Viruserkrankung des Hundes Die Staupe ist eine Viruserkrankung des Hundes und verschiedener wildlebender Fleischfresser wie Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel und Waschbär. Menschen und Katzen erkranken nicht. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich direkt durch Kontakt beim Belecken oder durch Tröpfcheninfektion, seltener indirekt durch Aufnahme infizierten Futters oder Wassers. Junge Tiere im Alter von vier bis sechs Monaten sind besonders empfänglich.

Drei bis sieben Tage nach der Ansteckung beginnt die Krankheit mit Fieber, Futterverweigerung, Abgeschlagenheit, Augen- und Nasenausfluss. Im weiteren Verlauf können eine Atemwegsentzündung mit Bronchitis und Lungenentzündung und/oder eine Magendarmentzündung mit Erbrechen und starkem Durchfall auftreten. Hinzukommen kann eine Beteiligung des Nervensystems mit Verhaltensänderungen, Krämpfen, Zittern, Bewegungsstörungen und Lähmungen (sogenannte nervöse Staupe). Die Krankheit kann zum Tod des Tieres führen oder – vor allem bei der nervösen Staupe – bleibende Schäden hinterlassen. Es gibt auch "stille", symptomlose Verläufe, wobei die betroffenen Tiere als unerkannte Überträger auf andere Tiere fungieren.

Gegen die Staupe gibt es seit Jahrzehnten bewährte Impfstoffe. Einen wirksamen Schutz des Hundes vor diesen Krankheiten erreicht man durch vorbeugende Impfungen möglichst schon im Welpenalter und durch regelmäßige Nachimpfungen. Zur Durchführung der Impfung sollen sich Hundehalter an ihren Tierarzt wenden. Fragen beantwortet auch das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz unter der Telefonnummer 07461/926-5403.

11.05.2012, 10:26:30 Uhr




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