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IG Metall Villingen-Schwenningen

Warnstreik bei Mahle in Rottweil



300 Beschäftigte folgten am Montag bei Mahle in Rottweil einem Streikaufruf der IG Metall Villingen-Schwenningen.
Foto: pm










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ROTTWEIL, 15. Mai (pm) - Die IG Metall Villingen-Schwenningen hatte die Beschäftigten der Firma Mahle in Rottweil zu einem befristeten Warnstreik aufgerufen. Diesem Aufruf wurde mit überwältigender Beteiligung gefolgt. 300 Warnstreikende sorgten dafür, dass die Produktion bis circa 16 Uhr stand.


Josef Häring, Betriebsratsvorsitzender bei Mahle, Werk Rottweil, und der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Villingen-Schwenningen machten in ihren Redebeiträgen noch einmal deutlich, dass die Forderungen der IG Metall berechtigt, notwendig und vernünftig seien. Dies gelte sowohl für die Forderungen nach unbefristeter Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreicher Ausbildung, für die Forderung nach verbesserter Mitbestimmung der Betriebsräte bei Einstellung und Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern als auch für die Forderung nach 6,5 Prozent Entgelterhöhung.

Josef Häring machte in seiner Ansprache noch einmal deutlich, welche Opfer die Beschäftigten in Zeiten der Kurzarbeit und auch jetzt in der Hochkonjunkturphase gebracht hätten. "Erst die finanziellen Einbußen in fast zwei Jahren Kurzarbeit, dann die enorme Arbeitsbelastung mit Überstunden, Wochenendarbeit und Urlaubsverschiebungen: Die Beschäftigten und ihre Betriebsräte zusammen mit der IG Metall hätten das sogenannte Beschäftigungswunder Deutschland geschaffen und finanziert – und die Arbeitgeber wollten jetzt alleine abkassieren. Das habe nichts mit Gerechtigkeit, schon gar nicht mit Sozialpartnerschaft zu tun" stellte Häring dar.

Michael Ruhkopf wies in seiner Rede darauf hin , dass immer mehr Arbeitgeber Leiharbeit als Dauereinrichtung und als permanente Bedrohung der Stammarbeitskräfte einsetzten. "Sie wollen gar keine Menschen beschäftigen, es geht um beliebig einsetzbare Arbeitskapazitäten, für die man keinerlei Verantwortung übernehmen wolle. Wanderarbeiter und Tagelöhner sind das erklärte Ziel verantwortungsloser Südwestmetallfunktionäre. Wir aber kämpfen für eine menschenfreundlichere Arbeitswelt und das lassen wir uns auch nicht abkaufen."

Mit Mahle endete vorerst die Reihe von Warnstreiks im Bereich der IG Metall-Verwaltungsstelle Villingen-Schwenningen. Warnstreikkundgebungen hatten vorher in Furtwangen, Villingen und Bräunlingen sowie bei TRW in Blumberg stattgefunden. Bei einem Scheitern der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie, ein wichtiger Termin ist der heutige Dienstag in Sindelfingen, wird die IG Metall unverzüglich eine Urabstimmung über unbefristete Streiks durchführen.

15.05.2012, 12:43:45 Uhr




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