Aus dem autobiographischen Bericht von Wanda Heger zum Holocaust-Gedenktag 2012
Lesung : „Jeden Freitag vor dem Tor“
Wanda Heger.
Foto: pm
ROTTWEIL, 24. Januar (pm) - Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Dies war der Anlass, weshalb der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog seinerzeit diesen Tag zu einem nationalen Gedenktag erklärte. Die Initiative Gedenkstätte Eckerwald lädt auch in diesem Jahr wieder am kommenden Freitag, 27. Januar, ab 20 Uhr zu einer Lesung ins Alte Gymnasium in Rottweil ein. Diesmal geht es um den autobiographischen Bericht „Jeden Freitag vor dem Tor“ von der Norwegerin Wanda Heger.
Voller Courage und vielleicht auch einer guten Portion Unbekümmertheit begibt sich eine junge Frau zwischen 1942 und 45 in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück, um mit den Gefangenen Kontakt aufzunehmen. Es gelingt ihr, Lebensmittelpakete in die Lager zu bringen und Botschaften zwischen den Gefangenen und ihren Familien zu vermitteln. Mit ihren Hilfsaktionen hat Wanda Heger vielen Häftlingen das Leben gerettet.
Gerhard Lempp, der Sprecher der Initiative Eckerwald, begegnete der heute 90-jährigen Wanda Heger im vergangenen Sommer in Oslo. Nach einem kurzen Bericht über diese Begegnung wird er zusammen mit Renate Greve Auszüge aus dem Buch, das 1984 unter dem Titel „Jeden Freitag vor dem Tor“ auch auf Deutsch erschien, vorlesen.
Der Eintritt ist frei, um einen freiwilligen Unkosten-Beitrag wird beim Ausgang gebeten.
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