Teufel: „nicht begeistert“ / Streifendienst soll erhalten bleiben
Umbauten bei der Polizei: Rottweiler Direktion vor dem Aus?
Wird ihren Status verlieren: die Rottweiler Polizeidirektion.
Foto: rwbilder.de
ROTTWEIL, 27. Januar (him) - Statt in
jedem Landkreis eine eigene
Polizeidirektion zu
unterhalten, will die grünrote
Landesregierung
künftig nur noch zwölf
kreisübergreifende Polizeipräsidien
einrichten.
Das bedeutet das „Aus“
für die Polizeidirektionen
in Rottweil und Tuttlingen.
In Villingen-Schwenningen
dagegen könnte
eines von zwei südbadischen
Polizeipräsidien
entstehen
Der Tuttlinger
CDU-Landtagsabgeordnete Guido Wolf
fürchtet, dass „die bewährten
Kooperationen zwischen den
Landkreisen und den Polizeidirektionen
es schwerer haben
zu funktionieren.“ Er sei deshalb
etwas unglücklich über die
Pläne der Landesregierung.
Unangetastet bleiben sollen
die Polizeireviere und Polizeiposten.
Landesinnenminister
Reinhold Gall (SPD) will so
mehr Polizisten auf die Straße
bekommen. Er rechnet damit,
dass etwa 650 Stellen für
den Polizeivollzugsdienst frei
würden.
Deshalb ist der Rottweiler
CDU-Landtagsabgeordnete
Stefan Teufel nicht so
kritisch wie Wolf. Er sei zwar
auch „nicht begeistert“, weil
die bisherige Polizeidirektion
in Rottweil so nicht mehr erhalten
werde. Für ihn sei aber
entscheidend, „ob der bisherige
Streifendienst erhalten
bleibt und die Präventionsarbeit
vor Ort bestehen bleibt.“
Daran werde er die Polizeireform
messen, so Teufel zur
NRWZ.
Der Landrat des Schwarzwald-
Baar-Kreises, Karl Heim,
rechnet damit, dass neben Freiburg
Villingen-Schwenningen
ein Polizeipräsidium bekommen
wird. „Damit könnte ich
gut leben.“
Sehr kritisch sieht
der Rottweiler Landrat Wolf
Rüdiger Michel die Pläne aus
Stuttgart. Er frage sich, wie
die Landesregierung, die doch
klage, sie habe fast kein Geld
„diese Reform durchfinanzieren
will.“ Es werde viel Geld
kosten, die Stäbe räumlich und
technisch zusammenzulegen,
weiß Michel, der vor seiner
Zeit in Rottweil im Innenministerium
für die Polizei zuständig
war.
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