| Newsletter | RSS Newsfeed | Mediadaten | Über uns | AGB | Kontakt | Impressum |
|
Das Clubheim der Red Devils an der Tuttlingersrtaße, das ehemalige Gasthaus Seehalde, heute "Devil Place". Foto: Moni Marcel |
|
Twittern Artikel weiter empfehlen Leserbrief schreiben Artikel drucken E-Mail an die Redaktion ![]() Surftipps (Anzeige) |
ROTTWEIL, 15. April (him/pz) - Weiter Aufregung um die Rockerszene in Rottweil: Nur kurze Zeit, nachdem die Polizei am Ostermontag eine Massenschlägerei zwischen den „United Tribuns“ und den „Black Jackets“ verhindert hat, haben Beamte nun bei den „Red Devils“ das Clubheim in der Tuttlinger Straße in Rottweil durchsucht und anschließend geschlossen. Zuvor hatten die Beamten ein Hotelzimmer in Rottweil durchsucht und unter anderem eine Maschinenpistole, einen Revolver und drei Pistolen sichergestellt.
Der 50-jährige Schweizer hatte die "grüne Grenze" in die Bundesrepublik überquert und war dabei erwischt worden. Die Zöllner haben bei ihm fünf Gramm Kokain gefunden. Außerdem hatte er einen Zimmerschlüssel für ein Hotel in Rottweil bei sich. Die Kollegen des Zolls beauftragten die Kriminalpolizei Rottweil, das Hotelzimmer des Schweizers nach Rauschgift zu durchsuchen. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie im Hotelzimmer etwa 30 Gramm Kokain, das bereits portionsweise zum Verkauf verpackt war, sowie drei scharfe Pistolen, einen Revolver und eine Maschinenpistole nebst 400 Schuss Munition für die Waffen auffanden. Weil der 50-Jährige wohl schon bereits am Donnerstag im Clubheim der Red Devils in Rottweil gewesen war und der Veranstalter der geplanten Party die "Red Devils" aus Singen waren, hatte die Kripo den nach eigenen Angaben begründeten Verdacht, dass der Schweizer als Drogen- und Waffenkurier für andere Red Devils Mitglieder fungierte. Da man nicht ausschließen konnte, dass im Clubheim noch weitere Waffen und Rauschgift deponiert sind, hat der Bereitschaftsrichter die Durchsuchung der Clubräume angeordnet. Spezialkräfte drangen noch am Freitagabend ins Clubheim ein und durchsuchten die anwesenden Personen, das Gebäude und die Fahrzeuge. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich insgesamt 13 Personen im Gebäude, alles Mitglieder der "Red Devils" der Chapter MC Rottweil und MC Singen, sowie ein Vollmitglied der "Hells Angels" MC Black Forest Lahr. Während der Aktion tauchte noch ein weiteres Mitglied der "Hells Angels" am Clubheim auf. Die Beamten durchsuchten sein Auto mit dem Rauschgiftspürhund und dieser schlug sofort an. Unter dem Fahrersitz waren 500 Gramm Marihuana und 30 Gramm Kokain versteckt. Die Beamten nahmen den 31-Jährigen fest. Bei der Durchsuchung des Clubheimes fanden die Polizisten Schlagwerkzeuge, Messer und verbotene Gegenstände. Außerdem trug ein Mitglied ein angefangenes Briefchen mit Kokain bei sich in der Bauchtasche. Die Beamten beschlagnahmten auch einen PC und zwei Laptops, sowie mehrere Datenträger. Während der Durchsuchung rastete das noch anwesende Mitglied der Hells Angels aus und versuchte an den anwesenden Polizeibeamten vorbei ins Freie zu stürmen. Die Polizisten mussten ihn überwältigen, um ihn an der Flucht zu hindern. Gegen den leicht alkoholisierten 37-Jährigen ermittelt die Polizei nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ärger gab es auch noch mit einer von den Rockern verständigten Rechtsanwältin. Diese kam während der Durchsuchung zum Red Devils-Heim. Schon bei der Anfahrt sei ihr von den absperrenden Polizeibeamten mitgeteilt worden, dass sie nicht vor dem Gebäude parken könne, heißt es im Polizeibericht. Trotzdem sei sie mit ihrem Fahrzeug auf den Vorplatz und gegen einen dort stehenden, Haltezeichen gebenden Polizeibeamten gefahren, der durch den Anstoß leicht verletzt wurde. Nun ermittelt man auch gegen die Anwältin wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Polizei erteilte allen anwesenden Rockern einen Platzverweis für die Stadt Rottweil, sie mussten nach der Beendigung der Maßnahme sofort den Heimweg antreten. Die Beamten verschlossen anschließend das Clubheim und untersagten dem Verantwortlichen der "Red Devils", MC Rottweil, das Clubheim vor Sonntagmorgen zu nutzen. Die ganze Nacht und auch am Samstag war die Polizei direkt vor Ort, um die das Nutzungs-Verbot und die Platzverweise zu überwachen. Es blieb aber in Rottweil ruhig. Die geplante Party hatten die "Red Devils" wohl von sich aus noch am Freitagabend abgesagt, sodass nach den Erkenntnissen der Polizei keine weiteren Gäste angereist waren. Am Samstagnachmittag hat man den mutmaßlichen Schweizer Waffenhändler der "Red Devils" und den in Rottweil festgenommenen mutmaßlichen Drogenkurier der "Hells Angels" dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft für die Beiden anordnete. Nur durch den schnellen und konsequenten Einsatz der Polizei seien weitere Straftaten verhindert worden, so die Polizei abschließend. 15.04.2012, 12:44:05 Uhr Anzeige
|
Kommentarregeln der NRWZDie Kommentare der Nutzer von NRWZ online sind ein elementarer Bestandteil unseres Angebots. Sie liegen uns daher besonders am Herzen. Was einen guten Kommentar ausmacht, welche Regeln beachtet werden müssen, und wie wir als Redaktion die Artikeldiskussionen moderieren, haben wir hier für Sie zusammengefasst. comments powered by Disqus | ||
|
Copyright© Verein Neue Rottweiler Zeitung - NRWZ e.V.
NRWZ online ist eine Entwicklung des Redaktionsbüros Arnegger.
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung,
Verbreitung auch in elektronischer Form, sowie Speicherung in Datenbanksystemen
bzw. Inter- oder Intranets ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar,
soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.
Kontakt zur NRWZ: Tel. 0741-320790-50, Fax: 0741-320790-99
E-Mail: redaktion@NRWZ.de, anzeigen@NRWZ.de, verlag@NRWZ.de