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ROTTWEIL, 14. Juli (pm) - Eine Kopie der Rottweiler Pürschgerichtskarte bereichert die Ausstellung „Mäzene, Sammler und Chronisten“ über die Grafen von Zimmern, die am Sonntag, 15. Juli, in Meßkirch startet. Die Ausstellung wird ab 30. September auch im Rottweiler Dominikanermuseum zu sehen sein. Sie hängt normalerweise im Amtszimmer des Oberbürgermeisters. Das über zwei Meter im Durchmesser große Exponat entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Die detailgetreue Kopie fertigte der Zeichner, Bildhauer und Altertumsforscher Oskar Hölder (1832 – 1894) an. Hölder ist in Rottweil vor allem durch seine Zeichnungen von Alt-Rottweil und als Namensgeber der Hölderstraße bekannt. "Man wollte dem für die Rottweil Stadtgeschichte so bedeutsamen Original nicht den weiten Weg nach Meßkirch zumuten. Ab September wird die Pürschgerichtskarte dann aber im Original im Dominikanermuseum zu sehen sein", so Stadtarchivar Gerald Mager. Weiterhin steuert die Stadt Rottweil zur Ausstellung in Meßkirch bei: Zwei Steinbock-Gehörne aus dem Alten Rathaus, die aus dem Schloss Herrenzimmern stammen sollen sowie die kunstkunstvoll gearbeitete Hofgerichtsscheibe von 1573, welche die Verleihung des Kaiserlichen Hofgerichts durch Konrad III an die Reichsstadt Rottweil im Hochmittelalter darstellt. Zudem wird auch eine digitale Variante der Pürschgerichtskarte ausgeliehen, die es dem Besucher ermöglicht an einem Bildschirm sich einzelne Details der Karte mit schriftlichen Erklärungen anzuschauen. Die Ausstellung "Mäzene, Sammler und Chronisten – die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels" ist zunächst vom 15. Juli bis 16. September in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch zu sehen. Ab dem 30. September bis zum 2. Dezember wird sie im Rottweiler Dominikanermuseum gezeigt. Die Ausstellung bietet vielfältige Einblicke in die Adelswelt des Spätmittelalters und dokumentiert das kulturelle Erbe der Grafen von Zimmern, die mit der "Zimmerschen Chronik" buchstäblich Geschichte geschrieben haben. 14.07.2012, 19:19:40 Uhr Anzeige
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