| Newsletter | RSS Newsfeed | Mediadaten | Über uns | AGB | Kontakt | Impressum |
|
Wollte ihre Verbundenheit zum örtlichen Krankenhaus ausdrücken: die Stadtkapelle Rottweil beim Promenadenkonzert am Sonntag. Foto: privat |
|
Twittern Artikel weiter empfehlen Leserbrief schreiben Artikel drucken E-Mail an die Redaktion ![]() Surftipps (Anzeige) |
ROTTWEIL, 18. Juli (gg) - Die Rottweiler Helios-Klinik steht in der Kritik. Die hat nun auch den Rottweiler Gemeinderat erreicht. Mit dem Verkauf des Kreiskrankenhauses an den großen Konzern hatte der zwar nichts zu tun, befand sich am Mittwoch aber unversehens in einer Diskussion darüber. Denn der Stadtrat der Freien Wähler, Walter Stegmann, forderte die Stadtverwaltung auf, sich ums Krankenhaus zu kümmern. "Um unser Krankenhaus", wie er sagte. Nur ein Krankenhaus im Umbruch, von einem privatem Träger zu einem Konzern mit Gewinndruck? Zugleich läuft eine Imagekampagne der Klinik, wird jede positive Meldung an die große Glocke gehängt: Neues Baby, neuer Chefarzt, ein neuer Kindertag. Bunte Fische für die Baustellenwand zum Sanierungsbereich der Klinik. Und neueste Informationen zum "Grauen Star." Die Probleme? "Bedauerliche Einzelfälle." Er entschuldige sich für diese, so Klinikgeschäftsführer Kristian Gäbler unlängst bei einem Infoabend. Die Leserbriefspalten der Lokalpresse sind voll. Es gibt zufriedene Patienten, die sich ebenso wie die unzufriedenen zu Wort melden. Und die Stadtkapelle spielt am Sonntag zum Solidaritätskonzert auf. Walter Stegmann will nun wissen, was Sache ist. Unter dem Punkt "Verschiedenes" ergriff er am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung das Wort: "Es gibt Klagen von außen, aber auch aus dem Krankenhaus heraus", sagte er. Es gebe Personalprobleme zu Lasten der Patienten. Die Bürger machten sich Sorgen um ihre Klinik. Und die Stadt habe eine Fürsorgepflicht für "unser Krankenhaus". Oberbürgermeister Ralf Broß solle sich persönlich kümmern, forderte der Stadtrat. Er solle herausfinden, "wo es klemmt, oder wo es auch nicht klemmt." Der Angesprochene gab sich informiert: "Ich hoffe, dass die schwierige Phase eine Anfangsphase ist", sagte Broß. Es seien Anfangsprobleme zu bewältigen in der frisch privatisierten Klinik. Die Personalgewinnung sei ein schwieriges Thema. Wisse er, weil er in Kontakt mit dem Klinikgeschäftsführer stehe, so Broß. Die vorgetragenen Sorgen wolle er nun weiter "vor Ort kommunizieren", sagte der OB. "Die Stadt muss versuchen, Einfluss auf die Klinikleitung zu nehmen", forderte Heide Friederichs von FFR und PRoFi spontan. Allerdings kämen die Probleme nicht überraschend: Die Kommune habe die Klinikleitung schließlich aus der Hand gegeben, erklärte sie. "Wir wussten, dass der Konzern sparen will", ergänzte sie, und ihre weiteren Einlassungen gingen am Mittwoch in ungehaltenem Gebruddel einiger Stadtratskollegen unter, die sich deutlich vom Verkauf des Krankenhauses distanzierten, die schließlich der Kreistag betrieben hätte. Doch auch Broß wählte klare Worte: "Wir respektieren die Entscheidung des Kreistags. Ich werde aber aus Sorge um den Standort Rottweil und um sein Krankenhausangebot ein Gespräch mit Klinikchef Gäbler führen", so der OB weiter. Und abschließend: "Ich hoffe, dass die schwierige Phase nur eine Übergangsphase ist." 18.07.2012, 18:30:28 Uhr Anzeige
|
Kommentarregeln der NRWZDie Kommentare der Nutzer von NRWZ online sind ein elementarer Bestandteil unseres Angebots. Sie liegen uns daher besonders am Herzen. Was einen guten Kommentar ausmacht, welche Regeln beachtet werden müssen, und wie wir als Redaktion die Artikeldiskussionen moderieren, haben wir hier für Sie zusammengefasst. comments powered by Disqus | ||
|
Copyright© Verein Neue Rottweiler Zeitung - NRWZ e.V.
NRWZ online ist eine Entwicklung des Redaktionsbüros Arnegger.
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung,
Verbreitung auch in elektronischer Form, sowie Speicherung in Datenbanksystemen
bzw. Inter- oder Intranets ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar,
soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.
Kontakt zur NRWZ: Tel. 0741-320790-50, Fax: 0741-320790-99
E-Mail: redaktion@NRWZ.de, anzeigen@NRWZ.de, verlag@NRWZ.de