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Einfühlsamer und respektvoller Umgang mit jungen Menschen hervorgehoben

Erich-Hauser-Gewerbeschule verabschiedet vier Lehrer



Von links: Erwin Hoppe, Eberhard Hageloch, Edmund Burry und Walter Klank.
Foto: pm










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ROTTWEIL, 24. Juli (pm) - In seiner Abschiedsrede während der letzten Gesamtlehrerkonferenz des Schuljahres dankte Schulleiter Johannes Binder nicht nur für die über lange Jahre erbrachte pädagogische Leistung seiner vier Kollegen, sondern auch für deren organisatorisches Engagement.


Jeder habe sich auf in seinem Gebiet stark engagiert und "Pionierleistungen" bei der Einführung neuer Techniken oder Lehrmethoden erbracht. Vor allem aber ihr einfühlsamer und respektvoller Umgang mit jungen Menschen, verbunden mit profunden Fachkenntnissen, habe viel für den guten Ruf der Gewerblichen Schule getan, so Binder.

Im April 1991 trat der Ingenieur Edmund Burry seinen Dienst in Rottweil an, 1994 wurde er zum Gewerbeschulrat und schließlich 2007 zum Studienrat ernannt. Bis dahin hatte er fachlich viel mehr als nur Spuren hinterlassen. So ordnete er das Berufsfeld Technische Zeichner neu, installierte und betreute fachspezifische Netzwerke und wartete Hardware und Software von Computerräumen. Sein Umgang mit den ihm anvertrauten Schülerinnen und Schülern war immer von viel Verständnis geprägt, was ihn nicht selten auch zum Anwalt der Schüler in pädagogisch kontrovers diskutierten Situationen gemacht hat. Außerschulisch engagierte sich Burry in der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg als ordentliches Mitglied in den Prüfungsausschüssen Maschinenbau sowie Stahl- und Metallbautechnik.

Als "Ära Hageloch" hob Schulleiter Binder die Wirkungszeit des einstigen Pfarrers und Oberstudienrates Eberhard Hageloch hervor, der an der EHG und an der Nell-Breuning-Schule fast 30 Jahre evangelische Religion, aber zuweilen auch Deutsch und Gemeinschaftskunde unterrichtete. Dabei habe es Hageloch immer verstanden, durch einen Lebenspraxis bezogenen Unterricht seine "Schäfchen" zusammenzuhalten, auch wenn es um schwierigere und abstrakte Themen ging. Für seine Kolleginnen und Kollegen setzte er sich etliche Schuljahre als engagierter Personalratsvorsitzender ein, den wechselnden Schulleitungen sei er als "Fels in der Brandung immer ein konstruktiver und loyaler Berater" gewesen, so Binder. Zusammenfassend kommentierte Binder die Arbeit des Theologen: "Eberhard Hagelloch hat es mit seiner Weitsicht immer wieder fertig gebracht, potenzielle Konfliktfelder zu entschärfen und in großen wie in kleinen Dingen die EHG als Arbeits- und Lernfeld zu fördern".

Als praxiserfahrener Profi kam der Technische Oberlehrer Erwin Hoppe 1993 in die gewerblichen Schulen. Der damals 43-jährige Fachmann für Metalltechnik eignete sich insbesondere durch seine Erfahrung als Ausbilder und seine Kenntnisse im Schweißen und in CAD für den Beruf des Technischen Lehrers. Und jede dienstliche Beurteilung stellte Hoppes pädagogisches Talent heraus, wenn sie ihm den " freundlichen aber bestimmten Umgang" auch mit schwierigen Schülern bestätigte. Mit etlichen Fortbildungen, wie in Kunststofftechnik, hielt sich Erwin Hoppe immer auf dem neuesten Stand. "Freundlich, humorvoll, verbindlich, so werden Sie Ihre EHG-Kolleginnen und Kollegen sowie Ihre Schüler in guter Erinnerung behalten", prophezeite Binder und wünschte Erwin Hoppe einen Ruhestand "mit stabiler Gesundheit und viel Freude im Kreise der Familie".

Dienstältester der künftigen Pensionäre mit 31 EHG-Jahren ist Oberstudienrat Walter Klank, der 1981 als Studienassessor mit den Fächern Bautechnik und Wirtschaftswissenschaften in Rottweil antrat. Durch sein offenes und freundliches Naturell wurde er bald in den Personalrat gewählt und war Vertrauensmann der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Seine Kollegen unterstützte er stets mit Rat und den neuesten Unterrichtsmaterialien seiner Fächer. Für die Abteilung Bautechnik schuf er ein fachliches Fundament mit dem Aufbau der Lehrmittelsammlung, und er führte den CAD-Unterricht bei den Bauzeichnern ein. Als Beispiele für Klanks innovativen pädagogischen Einsatz stehen vor allem zwei Projekte: Im Rahmen seines sonderpädagogischen Unterrichts errichtete er gemeinsam mit seinen Schülern einen Pavillon für diese. Auch beteiligte er sich an der Beton-Kanu-Regatta der deutschen Zementindustrie. Die Boote dafür konstruierte und baute er wiederum mit Schülern seiner Berufsgruppe. Früher als viele seiner Kollegen im Land nahm Walter Klank bauökologische Themen in seinen Lehrplan auf, Fachaufsätze machten ihn einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Die Berufung in Prüfungsausschüsse des Maurer-und Zimmererhandwerks rundeten das ebenso umfassende Wirken Walter Klanks ab, für das ihm EHG-Chef Binder herzlich dankte.

24.07.2012, 13:19:03 Uhr




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