| Newsletter | RSS Newsfeed | Mediadaten | Über uns | AGB | Kontakt | Impressum |
|
Mehr Beteiligung für jung und alt: Workshopteilnehmer stellen sich zum Gruppenbild mit OB Thomas Herzog (in Anzug und Krawatte). Foto: Achim Ringwald |
|
Twittern Artikel weiter empfehlen Leserbrief schreiben Artikel drucken E-Mail an die Redaktion ![]() Surftipps (Anzeige) |
SCHRAMBERG, 11. Juli (him) - Etwa sechzig Leute haben am Montagabend die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wie Jugendliche, aber auch Senioren, stärker am politischen Geschehen in der Stadt beteiligt werden können. Oberbürgermeister Thomas Herzog hatte beim Jugendneujahrsempfang angekündigt, dass ihm dies ein besonderes Anliegen sei. Eine weitere Gruppe befasste sich über Wochen mit einem Fragenkatalog, der in eine groß angelegte Jugendbefragung von Schramberger Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren einfließen wird. "Andere haben sich mit dem Thema ‚Social Media‘ beschäftigt und überlegt, wie Jugendliche heute adäquat angesprochen werden könnten", berichtet Saurer. Am Montagabend hatten zunächst etwa 30 Jugendliche und Senioren mit Moderator und Berater Udo Wenzel aus Waldkirch gearbeitet, der hauptamtlicher Referent für Jugendbeteiligung beim Landesjugendring ist. Später kamen Vertreter des Gemeinderates und der Stadtverwaltung hinzu. In sechs Gruppen arbeiteten Jugendliche, Senioren, Räte, Fachleute aus dem JUKS und den Schulen sowie die Verwaltungsleute an der Grundsatzfrage, wie eine stärkere Beteiligung gelingen kann. So sollten sich die Gemeinderäte überlegen, welche Voraussetzungen die Politik für eine stärkere Beteiligung schaffen müssten, die Verwaltungsmitarbeiter sollten beraten, wie im Rathaus die Interessen der Jugendlichen und Senioren stärker wahrgenommen werden können. Die Fachleute machten sich unter anderem Gedanken, wie die verschiedenen Gruppen besser miteinander vernetzt werden könnten. Die Senioren fragten sich, welche Anforderungen sie an eine attraktive Stadt hätten und die Jugendlichen berieten über ihre Ziele für eine stärkere Beteiligung. Nach einer dreiviertel Stunde fassten die Gruppen ihre Ergebnisse zusammen. Dabei wurde klar, dass Grundvoraussetzung für eine sinnvolle Beteiligung ist, dass man einander ernst nimmt. Das bedeutet etwa für die Stadträte, dass realistische Projektwünsche der Jugendlichen auch zeitnah umgesetzt werden. Man könnte überlegen, im Haushalt der Stadt einen festen Posten für solche Projekte einzuplanen. Nachdenkenswert wäre auch, festzuschreiben, dass Jugendliche in den verschiedenen Beiräten einbezogen werden, etwa zur Planung der neuen Mitte oder beim Berneckstrand. Entscheidend sei, dass man die neuen Medien wie Facebook für die Kommunikation mit den Jugendlichen nutzt. Die Verwaltungsleute, so Mediathekleiterin Ruth Bolle setzten auf Transparenz und "Gespräche auf gleicher Augenhöhe". Man sollte einen festen Ansprechpartner, einen "Ermöglicher", in der Verwaltung installieren. Dieser, so befanden die Fachleute aus den Schulen und der Jugendsozialarbeit, sollte beim JUKS angesiedelt sein, weil dort die Hemmschwelle besonders niedrig sei für Jugendliche. Wichtig sei, dass die Schulen und Lehrer eingebunden würden. Es müsse in der Stadt Treffpunkte geben, an denen sich Jugendliche begegnen können, "ohne gleich Ärger zu kriegen." Projekte für Jugendliche sollten einen Anfang und ein Ende haben und möglichst unbürokratisch ablaufen, forderte Dorothee Nagel. Die Gruppe der Senioren, so Gerhard Rudolphy, wünsche sich "eine lebenswerte Stadt für jung und alt." Dazu gehöre eine funktionierende Gesundheitsversorgung, aber auch gut begehbare Wege, die mit Rollator oder Rollstuhl gut befahrbar seien. Jugend und Senioren könnten sich gegenseitig unterstützen, etwa beim Erklären eines Handys. Ein Seniorenrat oder auch Bürgerräte sollten die Menschen in der Stadt stärker einbinden. Die Jugendlichen hatten in zwei Gruppen diskutiert, waren aber zu recht ähnlichen Ergebnissen gekommen. Sie ziehen eine konkrete Projektarbeit institutionalisierten Jugendräten vor. Wenn sich Jugendliche beteiligen, dann wollen sie Erfolge sehen. "Wir wollen wissen, was geht, und auch, was nicht geht." So wie es an den Schulen sportliche Projekttage gäbe, sollte es auch politische Projekttage geben. Auch ein Jugendforum mit einer Kerngruppe aktiver Jugendlicher, um die sich dann für konkrete Projekte andere Gruppen hinzugesellen, sei vorstellbar. Bei den konkreten Wünschen, da waren sich alle Gruppen einig, sollte das Freizeitangebot für Jugendliche in Schramberg verbessert werden. Vom Kino über McDonalds bis zu einer interessanteren Kneipenszene für junge Leute reichten die Vorschläge, aber auch eine Möglichkeit "Party zu machen" müsse her. "In jedem Dorf finden Partys statt, nur in Schramberg läuft nichts", wunderte sich eine Schülerin. 11.07.2012, 14:26:09 Uhr Anzeige
|
Kommentarregeln der NRWZDie Kommentare der Nutzer von NRWZ online sind ein elementarer Bestandteil unseres Angebots. Sie liegen uns daher besonders am Herzen. Was einen guten Kommentar ausmacht, welche Regeln beachtet werden müssen, und wie wir als Redaktion die Artikeldiskussionen moderieren, haben wir hier für Sie zusammengefasst. comments powered by Disqus | ||
|
Copyright© Verein Neue Rottweiler Zeitung - NRWZ e.V.
NRWZ online ist eine Entwicklung des Redaktionsbüros Arnegger.
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung,
Verbreitung auch in elektronischer Form, sowie Speicherung in Datenbanksystemen
bzw. Inter- oder Intranets ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar,
soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.
Kontakt zur NRWZ: Tel. 0741-320790-50, Fax: 0741-320790-99
E-Mail: redaktion@NRWZ.de, anzeigen@NRWZ.de, verlag@NRWZ.de