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Brandschutz am Gymnasium Phase 2 unausweichlich

Fehler der Vergangenheit kosten Schramberg etwa 2,5 Millionen Euro



Brandschutz mangelhaft: Gymnasium mit Wendeltreppe als Fluchtmöglichkeit.
Archiv-Foto: him










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SCHRAMBERG, 15. Juli (him) - Mangelhafte Fluchtmöglichkeiten, fehlende Rauchabschlüsse, unzulässige Schächte durch alle Stockwerke – für Fachleute wie Bauingenieur Manfred Mattern vom Büro 5plus eigentlich ein Unding. Viele der bei einer Feuerwehrübung vor zwei Jahren festgestellten Mängel seien auch schon beim Bau des Gymnasiums eigentlich nicht zulässig gewesen. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat sich auf Antrag der CDU erneut mit dem Brandschutz am Gymnasium befasst.


Die Stadt Schramberg muss wegen dieser Probleme nun - gestreckt über drei Jahre - etwa 2,5 Millionen Euro investieren.

In einer ersten Phase werden in den kommenden Wochen und Monaten die fehlenden Rauchabschlüsse installiert, damit nicht bei Ausbruch eines Feuers innerhalb kürzester Zeit das gesamte voller Rauch ist. "Das war, ist und wird auch nie zulässig sein", so Mattern. So sollen auch die Treppenhäuser im Gebäude als Fluchtwege gesichert werden. Außerdem werden Bauschlosser mehrere Fluchttreppen außen am Gymnasium anbringen und die bisher vorhandene völlig ungeeignete, weil zu enge Wendeltreppe ersetzen. Dafür werden die Kosten auf mehr als 700.000 Euro geschätzt. Die Stadt sei verpflichtet, die festgestellten Mängel unverzüglich abzustellen, so der Brandschutzexperte mit Nachdruck.

Im kommenden Jahr muss das Schulhaus mit einer funktionstüchtigen Brandmeldeanlage und einer Elektronischen Lautsprecheranlage ausgestattet werden, damit im Brandfall die Feuerwehr sofort informiert wird und Schüler und Lehrer so rasch als möglich alarmiert werden und das Gebäude verlassen können. Hierfür sind gut 550.000 Euro veranschlagt.

Auch die dritte Phase, in der unter anderem mangelhaft abgedichtete Installationen zwischen den Stockwerken gesichert werden sollen, sei unumgänglich. Vom Keller bis ins fünfte Obergeschoss reichen Schächte, in denen Heizungsrohre verlaufen. "Diese sind mit Glaswolle und Wellpappe umwickelt", beschreibt Mattern die brandgefährliche Lage, "das Baurecht hat so etwas noch nie zugelassen." Diese Bausünden der Vergangenheit zu bereinigen, kostet noch einmal fast eine Million Euro.

Die Schramberger Schule sei allerdings beileibe kein Einzelfall. Er bearbeite derzeit vier Schulen und stelle überall dieselben Probleme fest, so Mattern. Bei einer Enthaltung billigte der Ausschuss die für das kommende Jahr geplanten Brandschutzmaßnahmen.



15.07.2012, 19:12:38 Uhr




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