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Ungewöhnlicher Polizeieinsatz

Schlangenfänger in der Schillerstraße in Schramberg












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SCHRAMBERG, 16. Juli (pz/him) - Schramberg - Fauchend und zischend hat am Freitagnachmittag eine gereizte, aggressive Schlange im Garten eines Wohnhauses an der Schillerstraße deutlich gemacht dass sie es überhaupt nicht mag, wenn man in ihre Nähe kommt. Aber auch dem Hausbesitzer war der Besuch der Schlange gar nicht recht.


Einfach totschlagen wollte er das Tier schon aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht. Ob die Schlange giftig oder ungiftig ist, war ihm ebenfalls nicht klar. In solchen Fällen ruft man am besten die Polizei, dacht sich der Hausherr.

Doch über einen professionellen Schlangenfänger verfügt man beim hiesigen Revier nicht. Auch der Tierschutzverein konnte nicht helfen. Doch da erinnerte sich der Wachhabende an einen Kollegen, der etwas außerhalb im Wald wohnt und wohl über etwas mehr naturkundliches wissen verfügt als seine Kollegen. Und tatsächlich, der Kollege war erreichbar.

Als er den Garten an der Schillerstraße betrat, richtete sich das Tier erst einmal zischend auf. Fachmännisch erkannte der Beamte dass es sich um eine ungiftige , aber beißfreudige Schling- oder Glattnatter handelt, die zweithäufigste Schlangenart, die in Baden-Württemberg vorkommt. Giftig oder nicht, ein Biss des Tieres ist äußerst schmerzhaft.

Da nichts anderes zur Hand war, griff der Beamte nach einer Grillzange, packte das wütend zischende Tier und verfrachtete es in einen Eimer, setzte den Deckel drauf, fuhr ins Bernecktal, ging ein paar Schritte in dem Wald und entließ die Schlingnatter ins Unterholz."Einen dankbaren Blick zurück gab es nicht", heißt es noch im Polizeibericht, "doch der wurde auch nicht zwingend erwartet."



16.07.2012, 17:42:15 Uhr




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