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Teamwork - der Grundgedanke hinter der Genossenschaftsidee. Foto: sxc |
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KREIS ROTTWEIL, 4. Juli (pm) - Am kommenden Samstag wollen zahlreiche Genossenschaften in Rottweil ihre Rechtsform erlebbar machen und einen Einblick geben, wer alles zu der großen genossenschaftlichen Familie gehört. Der „Genossenschaftstag“ auf dem Münsterplatz wird um 9.50 Uhr von Oberbürgermeister Ralf Broß als Schirmherr und Gerhard Schorr vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband eröffnet. "In diesem Jahr haben wir einen ganz besonderen Grund, diesen Tag zu feiern", betonte er. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. "Darauf sind wir sehr stolz." In diesem Schritt spiegele sich wider, dass Genossenschaften auch in Entwicklungs- und Schwellenländern eine herausragende Rolle spielen, weil sie selbstbestimmtes Handeln ermöglichen. "Das Selbsthilfeprojekt von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch ist international ein Erfolgsmodell geworden." Beim nun in Rottweil geplanten Genossenschaftstag soll die Information nicht zu kurz kommen: Die Volks- und Raiffeisenbanken der Region stellen sich vor, die Reichenau Gemüse und die Baywa, die Genossenschaft Württembergischer Friedhofsgärtner, die Intersport Deutschland eG mit ihrem örtlichen Mitglied Intersport Kirsner, die Edeka, die einst als Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler entstanden ist, die Kachelofenbauer von der Hagos eG, die VR Enbekon eG, der Gewinnsparverein der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg e.V., die genossenschaftliche Finanz-Gruppe und die Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger plaudert um 11 Uhr auf dem Münsterplatz mit Moderator Thomas C. Breuer und steht anschließend für eine Autogrammstunde zur Verfügung. Um 11.45 Uhr steht der Schwimmer Christoph Burkard auf der Bühne, Goldmedaillengewinner der Paralympics 2004. Um 13.30 Uhr spenden die Genossenschaften an den Rottweiler Tafelladen und den Freundeskreis Wärmestube. Die Idee hinter der Rechtsform "Immer heißt der genossenschaftliche Grundgedanke: Wir bündeln unsere Kräfte, um gemeinsam etwas zu bewegen, als Hilfe zur Selbsthilfe, um selbstbestimmtes Handeln zu ermöglichen." So beschreibt Gerhard Schorr die Idee, die hinter der "eingetragenen Genossenschaft (eG)" steckt. "Selbstbestimmt, nicht fremdbestimmt ist der Wesenszug von Genossenschaften." Eigenverantwortung und Selbstverwaltung seien die zwei großen Säulen jeder Genossenschaft. Die dritte Säule sei die Solidarität. "Ein Mitglied – eine Stimme" heiße das demokratische Grundprinzip. Das bedeute, dass sowohl "größere" wie "kleinere" Mitglieder, unabhängig von ihrer Kapitalkraft, gleichgewichtet sind, dieselben Rechte und dieselben Pflichten haben. Im Zeichen der Globalisierung sei ein weiterer Aspekt von Bedeutung: Die Rechtsform der Genossenschaft schließe eine feindliche Übernahme aus. Strukturelle Veränderungen seien nur mit Dreiviertel-Mehrheiten möglich. "Dies verleiht unserer Unternehmensform eine große Stabilität." 04.07.2012, 10:25:14 Uhr Anzeige
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