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08.02.2010

Zu unserem Artikel '800 Bürger protestieren gegen Großgefängnis - und verbuchen ersten Erfolg' hat uns die folgende Zuschrift erreicht:

Nein zur JVA in Neukirch / Zepfenhan

Das viel diskutierte Projekt JVA an den präferierten Standorten Neukirch oder Zepfenhan ist einige Nummern zu groß für unsere Region. Natürlich dürfen wir uns als Staatsbürger nicht aus der Verantwortung des Strafvollzuges ziehen, aber bitte an einem dafür geeigneten Standort, an dem vor allem die Verhältnismäßigkeit gegeben ist.

Das Prestigedenken von diversen Herren darf hierbei keine Rolle spielen. Die fehlende Infrastruktur, wie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel, spricht eindeutig gegen ein Projekt dieser Größenordnung.

Die Stadt Rottweil ist nicht einmal in der Lage für unsere Kinder einen ausreichenden Schulbussverkehr bereitzustellen. Immer wieder werden Schüler an der Bushaltestelle stehen gelassen, weil die Busse überfüllt sind. Die Integrationsmöglichkeiten sind im ländlichen Raum sehr viel schlechter als in einer Großstadt. Ca. 100 Freigänger, mit entsprechender Rückfallquote, sind zu viel für unseren ländlichen Raum Neukirch und Zepfenhan. Übrigens auch für die Stadt Rottweil.

Das sollte auch den Bürgern von Rottweil bewusst sein. Erhebliche negative Auswirkungen für uns alle sind dadurch schon vorprogrammiert. Zum Thema Meinungsbildung, mit der uns OB Broß nur blenden will, ist diese wohl bei den Stadträten schon längst abgeschlossen. Das stellte sich bei der Sitzung am letzten Mittwoch klar heraus. Während dessen laufen die Planungen im Hintergrund weiter. Sodass wir als kleine Teilorte von Rottweil wieder einmal übergangen werden.

Die Stadt Rottweil sollte besser versuchen sich auf eigene Beine zu stellen und sich nicht an den finanziellen Staatstropf zuhängen und auf eventuelle Subventionen zu spekulieren, von denen die Bürger aus Neukirch und Zepfenhan sowieso keinen Cent sehen. Die Stadträte von Rottweil sollen ihre Energie für wichtigere Belange aufwenden, wie zum Beispiel eine zukunftsträchtige Stadtplanung, mehr Industrie und Gewerbe mit echten Arbeitsplätzen.

Rudolf Bilger, Neukirch












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