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Christof Severus, führender Manager eines Schweizer Weltunternehmens, bei seinem Vortrag in Rottweil in der Veranstaltung zweier CDU-Arbeitskreise.
Foto: pm
20.09.2009, 18:07:59 Uhr


Warum der Bildungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz so erfolgreich ist

Der Blick auf die Schweiz, die „Insel der Seligen“


ROTTWEIL, 20. September (pm) - Das gibt es tatsächlich: Eine Veranstaltung, neun Tage vor der Bundestagswahl, zu einem ganz speziellen Thema, das nichts mit dem Wahlkampf zu tun hat, und dennoch zahlreiche Teilnehmer aus dem ganzen Kreis anzieht. So geschehen bei der gemeinsamen Veranstaltung der beiden CDU-Arbeitskreise Bildung und Wirtschaft in der Gaststätte „Zur Hochbrücke“ in Rottweil über den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz am Beispiel des Unternehmens Zepter Group. Christoph Severus, seit sieben Jahren dessen Chief Operations Manager, erläuterte in einem faszinierenden Vortrag, wie und warum in dem südlichen Nachbarland die Uhren in etlichen Bereichen anders und erfolgreicher laufen als in Deutschland.

Beispielsweise nannte er den flexibleren Arbeitsmarkt, die tiefe Staats- und Steuerquote und beim Steuersystem und auch sonst viel Selbstverantwortung jedes Einzelnen. Dazu ein erfolgreiches duales Bildungssystem, bei dem es kein Makel ist, eine Ausbildung zu machen und darauf eine qualifizierte Karriere aufzubauen.

So dass die Schweiz auch für viele Unternehmen aus dem Süden Baden-Württembergs sehr attraktiv ist – und für Ärzte wie Zahnärzte gleichermaßen. Und die Überraschung: Das weltweit aufgestellte Unternehmen, das der 41-jährige Referent vertritt, produziert „zu Hause“, nicht in Fernost. Warum? „Das Umfeld ist ideal!“

Der Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab, der die Veranstaltung initiiert hatte und der als Mitglied der Delegation im Europaparlament für die Beziehungen zur Schweiz eine natürliche Nähe zu dem Thema hat, nahm besonders die von dem Referenten genannte Zufriedenheit und auch die Selbstverantwortung der Arbeitnehmer in der Schweiz zum Anlass, über Elemente nachzudenken, die als Vorbildcharakter auch für Deutschland gelten können. Und der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel sieht bei der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur die Einführung einer Vignette als eine Möglichkeit, zu entscheidenden Verbesserungen zu kommen.

Der Gast aus der Schweiz dazu: „Die Vignette wurde bei uns nie in Frage gestellt. Wenn wir sehen, was mit den Geldern gemacht wird, sind wir gerne bereit unseren Beitrag zu leisten.“

Der Blick in die Schweiz, auf „die Insel der Seligen“, wie eine Teilnehmerin bemerkte, hatte sich gelohnt in der von den Vorsitzenden der beiden CDU-Arbeitskreise, Daniela Dreher und Dr. Michael Fritz souverän und kompetent moderierten Veranstaltung. Die dann aber doch ihren ganz konkreten Bezug zur Bundestagswahl aufwies. Mit der Fragestellung, die alle bewegt: Was kann und muss Politik und Gesellschaft leisten, damit es weiter aufwärts geht in Deutschland?









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