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HOMEPAGE > GETBESTARTICLES Fröhliche Gesichter bei der Auftaktveranstaltung für den Gwinner: Der Vereinsvorsitzende Gerhard Weber, Schrambergs OB Herbert O. Zinell, Christoph Stocker aus Lauterbach und der Tennenbronner Gemeinderat Alois Flaig (von links ). Foto: him
07.03.2010, 09:11:26 UhrAuftaktveranstaltung zur Regionalwährung Gwinner in Schramberg Weber: "Das Geld soll fließen“Er erklärte dies damit, dass die Verwaltung und er als OB das Projekt durchaus begrüßten „und die Stadt lediglich, wie dies der Schwarzwälder Bote in einer Schlagzeile zusammenfasste, ´nicht selber Bank spielen´ wolle.“ Er verwies auf die geltende Rechtslage, wonach die Stadt „keine bankähnlichen Aufgaben übernehmen“ könne. Zudem sei die Bezahlung städtischer Forderungen mit einer Regionalwährung nach baden–württembergischem Haushaltsrecht nicht zulässig. Zinell betonte aber, dass er als Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung die Einführung des Gwinner als Regionalwährung mit großer Sympathie, aber durchaus auch mit etwas Skepsis begleiteten. Sympathie deshalb, weil dieses Projekt mit der Förderung eines regionalen Wirtschaftskreislaufes der fortschreitenden Globalisierung entgegenwirken soll. Es sei zwar naiv, sich ausgerechnet in einer Industriestadt wie Schramberg gegen die Globalisierung generell zu stellen aber: „Die weltweite Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hat uns aber belehrt, dass es auf dem eingeschlagenen Weg auch nicht weiter gehen kann.“ Eine Möglichkeit zur Regionalisierung sei die Regiowährung. „Selbst in der Großstadt Detroit wird über die Einführung einer lokalen Währung diskutiert, um den lokalen Handel zu stärken.“ Andererseits sei er, was den Erfolg des Gwinners angeht durchaus auch skeptisch, „da nach meinen Recherchen von den inzwischen 23 deutschen Regionalwährungen nur der Chiemgauer mit 600 Ausgabestellen, 1.700 Nutzern und der Beteiligung einer Bank als Erfolgsmodell bezeichnet werden kann.“ In vielen anderen Fällen habe sich die Regionalwährung nicht oder noch nicht durchsetzen können. Deshalb habe er Respekt vor den Protagonisten und deren enormem Einsatz und wünsche „dem Gwinner eine weite Verbreitung. Doch sollte es damit nicht so schnell gehen wie von den Initiatoren erhofft, dann wünsche ich Ihnen eine große Frustrationstoleranz.“ Christoph Stocker aus Lauterbach erinnerte an die lange Vorgeschichte, bis es jetzt zum Gwinnerstart gekommen ist und überreichte dem OB einen Hefezopf aus Sulzbach in Gwinner-Form. Der Vorsitzende des Gwinner-Vereins Gerhard Weber freute sich, dass es endlich losgeht, und versicherte, „der Erfolg des Gwinners wird sich nicht nur an den Umtauschzahlen, sondern auch daran, was in den Köpfen passiert“ messen lassen. Immerhin achtzig Unternehmen aus der Region zwischen Schramberg, Königsfeld, Villingen-Schwenningen und Bad Dürrheim machten inzwischen mit. Er machte auf einen Zusatznutzen aufmerksam, nämlich die Vereinsförderung. Drei Prozent der eingetauschten Summe gehen an einen teilnehmenden Verein. Der Eintauschende kann bestimmen, an welchen Verein das Geld fließen soll. „Das schafft ein `Wir-Gefühl`“, ist Weber überzeugt. Der Gwinner solle dafür sorgen, dass das Geld fließt, denn dann funktioniert es am Besten. „Dafür ist es erfunden worden.“ Beim großen Vorbild Chiemgauer habe man herausgefunden, dass der dreimal so schnell wie der Euro fließt. Bei der Auftaktveranstaltung in Schramberg, die die Gruppe „Reinhard and Friends" aus Tennenbronn musikalisch begleitete, tauschten die zahlreichen Besucher an die zweitausend Euro in Gwinner um und nutzten sie direkt, um Produkte von teilnehmenden Firmen zu kaufen oder Pizza und ein Glas Wein zu bezahlen. |
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