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Für die Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war der Einsatz äußerst belastend. Erst nach mehreren Stunden und mit Hilfe zweier Kräne war es möglich, das Fahrzeugwrack mit den beiden Insassen unter dem tonnenschweren Autotransporter zu bergen. Raimund Jauch, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Vöhringen sagte: "Mit Schere und Spreizer hatten wir keine Chance. Der Autotransporter war einfach zu schwer".
Fotos: Michael Würz
03.02.2010, 09:23:19 Uhr


Möglicherweise weiteres Auto beteiligt / Polizei sucht Zeugen

Autotransporter stürzt auf Pkw: Beifahrerin stirbt


VÖHRINGEN, 3. Februar (pz/mwü) Tragischer Unfall am frühen Morgen auf der Landstraße zwischen Vöhringen und Heiligenzimmern: Ein Autotransporter ist auf der Landstraße umgestürzt und hat einen Pkw unter sich begraben. Die 24-jährige Beifahrerin in dem Auto erlag ihren Verletzungen, der Fahrer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik eingeliefert.

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, sei der Fahrer des Sattelzuges gegen 4.30 Uhr in einer abschüssigen Rechtskurve auf der mit Schnee bedeckten Fahrbahn nach links geraten, wo ihm ein Auto entgegenkam. Laut Polizei kam es dabei zum Zusammenstoß, daraufhin habe sich das mit Jahreswagen beladene Zugfahrzeug gedreht und ist auf das entgegenkommende Auto gestürzt.

Der Fahrer des Lastwagens überstand den Unfall nach Angaben der Polizei mit leichteren Verletzungen, der Autofahrer und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt und unter dem Zugfahrzeug eingeklemmt.

Die anschließende Bergung, bei der zwei Autokräne eingesetzt werden mussten, gestaltete sich laut Polizei äußerst schwierig. So sei es erst nach etwa drei Stunden gelungen, die junge Frau aus dem Fahrzeugwrack zu retten. Sie verstarb kurze Zeit später an ihren schweren Verletzungen.

Eine halbe Stunde später konnte auch der Fahrer des Autos gerettet werden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Warum der Lastwagen in den Gegenverkehr geraten ist, sei derzeit noch unklar, teilte die Polizei mit. Noch an der Unfallstelle habe der Fahrer angegeben, dass er beim Ausweichen eines entgegenkommenden Fahrzeugs ins Schleudern geraten sei. Dessen Fahrer habe die Beherrschung über seinen Wagen verloren und seinen Autotransporter gestreift. Bei dem schleudernden Fahrzeug soll es sich möglicherweise um einen dunklen Kombi (möglicherweise Mercedes C-Klasse oder Audi A 4) gehandelt haben.

Zur weiteren Abklärung des Unfallhergangs sucht die Polizei deshalb Zeugen, die Angaben zu einem Fahrzeug machen können, das möglicherweise auf der linken Fahrzeugseite beschädigt wurde. Hinweise nimmt die Verkehrspolizei Rottweil unter der Telefonnummer 0741 348790 entgegen. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft Rottweil einen Sachverständigen hinzugezogen.

Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von 300.000 Euro. Die Unfallstelle musste bis zum Ende der Bergungsmaßnahmen am Nachmittag komplett gesperrt werden. Entgegen anderslautenden Meldungen seien bereits kurz nach dem Unfall um 4.42 Uhr Notarzt und DRK an der Unfallstelle gewesen, berichtet Polizeisprecher Ulrich Effenberger: "Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass sich zumindest eine Person im Fahrzeug befinden müsste. Allerdings war die Situation vor Ort so ungünstig, dass die beiden Insassen erst geborgen werden konnten, als der Lkw mit Kranunterstützung hochgehoben werden konnte."





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