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Fastenhungertuch des Dortmunder Künstlers Erich Krian.
Foto: pm
19.02.2010, 17:04:10 Uhr


Kirche St. Peter und Paul in Dürbheim

Erich Krian zeigt Fastenhungertuch


DÜRBHEIM, 19. Februar (pm) - Der 1948 in Dortmund geborene und lebende Künstler Erich Krian hat für die Kirche St. Peter und Paul das Fastenhungertuch geschaffen, das in der kommenden Fastenzeit den Altar verhüllt. Gebhard Glemser ummalt musikalisch die Andacht zur Eröffnung der Ausstellung am ersten Fastensonntag, 21. Februar, um 17 Uhr. Die Andacht und Einführung gestaltet Diakon Dr. Engelbert Paulus.

Erich Krian studierte unter anderem in Düsseldorf Malerei und war Meisterschüler bei Ruprecht Geiger an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit einigen Jahren arbeitet er an einem Projekt mit Kreuzbildern, die er in Kirchenräumen, in kirchlichen Gebäuden und profanen Einrichtungen und Galerien ausstellt.

In der Fastenzeit zeigt er in Dürbheim in der Kirche St. Peter und Paul ein zweiteiliges Fastenhungertuch, das den Hochaltar verhüllt. Parallel dazu sind im Gemeindehaus St. Maria weitere Kreuzbilder auf Papier und Nessel sowie Landschaftsbilder und Stillleben zu sehen. Mit seinem Projekt will er mit gezielten Eingriffen in den Kirchenraum diesen auf Zeit so verändern, dass er alte Inhalte neu sehen und entdecken lässt oder den alten, vertrauten Raum neu zum Sprechen bringt. In seinen abstrakten, farbenfrohen bis farbintensiven Tüchern und Bildern spricht er die emotionale Tiefe des Glaubens und der Glaubenswelten an, die in Leid und Klage, Tod und Trauer, Abschied und Neubeginn, Liebe und Geduld, Demut und Treue, Wut und Trost, Hingabe und Annahme, Sünde und Vergebung Antwort und Hilfe sein können.

Die beiden Fastentücher überraschen in ihrer Farbigkeit, Leichtheit und Hängung. Wie zwei Wäschestücke hängen sie auf einer Leine und lassen sich verschieben. Dadurch ergeben sich mit Blick auf den Chorraum, den Hochaltar und die Lesart der Tücher wechselnde Wahrnehmungen und Eindrücke. Wut und Trost finden ihren Hall, Widerhall und Nachhall im Kreuz Jesu und im eigenen Leben. Durch den Verkauf einer kleinen Sonderedition und von Karten oder signierten Plakaten leistet der Künstler einen kleinen Beitrag zur Deckung der Unkosten.





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