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HOMEPAGE > ROTTWEIL Russische Einlage beim Fasnetskonzert der Stadtkapelle. Fotos: gh
01.02.2010, 01:01:51 UhrGnadenlos volle Stadthalle beim Fasnetskonzert der Stadtkapelle Deutschland gewinnt völlig überraschend den Grand Prix Eurovision de BlasmusikROTTWEIL, 31. Januar - Gekonnt und mit viel Unterhaltungswert wurde das närrische Publikum beim Fasnetskonzert der Stadtkapelle und der Jugendkapelle Rottweil unter Leitung von Stadtmusikdirektor Hubert Holzner, am Sonntagabend musikalisch durch Europa geführt. Für bodenständiges Lokalkolorit sorgte in bewährter Weise Karl Lambrecht. Nach dem schon traditionellen Einzug mit dem Rottweiler Narrenmarsch begrüßte Ralf Stölzl die Zuhörer, nicht ohne einen gereimten Seitenhieb auf die FDP-Fraktion und deren Ansinnen, im Zuge von Einsparungen die Stadkapelle in einen Verein umzuwandeln. Passend zum Motto Europa startete die musikalische Reise dann auch mit dem Prelude de Te Deum von Charpentier. Anschließend geleiteten Jürgen Glück und Melanie Hertkorn das Publikum durch einen Grand Prix Eurovision de Blasmusik. Italien war vertreten mit dem bekannten "Funiculi-Funicula" von Luigi Denza, Russland folgte auf dem Fuße mit dem Tscherkessentanz samt russischer Tanzeinlage. Launig leitete Karl Lambrecht zwischendurch das Publikum wieder in heimatlichere Gefilde und hin zum Elzacher Schuddigmarsch samt Latscharilied, kräftig intoniert von den stimmgewaltigen Mainstreetboys aus der Hauptsraße 1. Die ganze vollbesetzte Halle wogte bei der anschließenden Schunkelparade. Die Jugendkapelle, stilecht kostümiert, geleitet die Zuhörer - nach der pfiffigen Einlage zweier schräger Vögel von der Narrenzunft - sodann ins Vereinigte Königreich mit "The Music of James Bond", Eltons Johns "Nikita" und "Walk like an Egyptian" von den Bangles. Auch dem Überlinger Narrenmarsch und dem Altjägermarsch gaben die Jungmusiker die Ehre. Das junge Percussionsensemble der Stadtkapelle sorgte anschließend für überraschende Töne: In Schwarzlicht getaucht zeigten die Jungs was aus alten Ölfässern rythmisch herauszuholen ist. Nicht ohne Zugabe durfte auch die Mädchentanzgruppe von der Bühne, welche Irland vertrat, zum wunderbar interpretierten "Lord of the Dance" von Michael Flaherty. Nach einem Gruß an Böhmen folgte dann auch der von Lambrecht etwas widerwillig angekündigte Oberndorfer Narrenmarsch, schließlich habe man ihn schon des Längeren gehört beim Narrentag, obwohl die Oberndorfer doch sinnigerweise lieber "Am Tag als der Regen kam" hätten spielen sollen. Nach Beiträgen von Österreich und der Schweiz, mit einem Auftritt von Heidi und Geißenpeter samt Bock, gaben auch Norwegen und Spanien ihre Titel zur Bewertung ab. In bester Eurovisionscontestmanier wurden anschließend in allen europäischen Hauptstädten die Bewertungen abgefragt. Und wer hätte es zu hoffen gewagt - endlich belegte wieder einmal Deutschland den ersten Platz, und das Gewinnerlied überraschte in der Halle nicht wirklich: Der Rottweiler Narrenmarsch. |
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