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Foto: Polizei
04.02.2010, 15:07:28 Uhr


Länderübergreifenden Zusammenarbeit funktioniert

Würzburger Zivilfahnder klären Einbruch in Rottweil


ROTTWEIL, 4. Februar (pz) - Ein Einbruch in Rottweil, bei dem am vergangenen Wochenende 30 Motorsägen gestohlen wurden, konnte dank der länderübergreifenden Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft schnell aufgeklärt werden. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried nahmen zwei ungarische Tatverdächtige am Montagnachmittag auf der A 3 fest. Einer der beiden Männer sitzt nun in Würzburg in Untersuchungshaft.

Zivilfahndern der Würzburger Verkehrspolizei war am Nachmittag ein ungarischer Pkw aufgefallen, der in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs war. Die Beamten unterzogen den Wagen einer Kontrolle. Im Kofferraum des Autos fanden sie neuwertige Werkzeuge wie Heckenscheren, Rasentrimmer und eine Motorsäge des Herstellers „Solo“. Zur Herkunft der ungewöhnlichen Menge an nagelneuen Geräten befragt, verstrickten sich die beiden Männer im Alter von 38 und 41 Jahren in Widersprüche.

Zur Abklärung des Sachverhalts wurden die beiden Ungarn vorläufig festgenommen und mussten zur Polizeidienststelle mitkommen. Eine genauere Nachschau im Fahrzeug der Personen förderte dann diverses Einbruchswerkzeug sowie gebrauchte Motorsäge-Ketten zu Tage. Bei den sichergestellten Gegenständen befand sich auch ein schriftlicher Hinweis auf ein Fachgeschäft für Kommunalgeräte in Rottweil. Ein Anruf in diesem Betrieb brachte Licht in die Angelegenheit: Der Ladeninhaber setzte die Polizisten davon in Kenntnis, dass erst am vergangenen Wochenende in sein Geschäft eingebrochen worden war.

Der Einbruch in Rottweil war am Montagmorgen kurz vor 8 Uhr bemerkt worden, als Angestellte das Geschäft auf der Saline betraten. Nach den polizeilichen Feststellungen am Tatort hatten die Täter im Zeitraum zwischen Freitagabend und Montagmorgen die Eingangstüre der Werksvertretung für Kettensägen aufgebrochen und aus Regalen im Ausstellungsraum unter anderem die in dem Fahrzeug aufgefundenen Werkzeuge gestohlen.

Außerdem transportierten sie insgesamt 30 weitere Kettensägen der Marke „Solo“ ab. Der Gesamtwert des Diebesguts beträgt rund 17.000 Euro. Darüber hinaus richteten die Täter bei ihrem Einbruch einen Sachschaden in Höhe von 1000 Euro an.

Die Rottweiler Ermittler konnten ihren Kollegen in Biebelried eine Aufstellung der entwendeten Gegenstände samt Individualnummern einiger Gerätschaften übermitteln. Auf diese Weise klärten die Würzburger Fahnder, dass die in dem ungarischen Auto aufgefundenen Werkzeuge definitiv aus dem Einbruch in Rottweil stammten.

Mit diesen erdrückenden Fakten konfrontiert, legte der ältere der beiden Festgenommenen ein Geständnis ab, beteuerte jedoch, dass sein Mitfahrer nichts mit der Sache zu tun habe. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der 41-Jährige am Dienstagnachmittag der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl, der Mann wurde in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Der zweite Festgenommene war nach der Einlassung des nunmehr Inhaftierten noch in der Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die genauen Tatumstände und der Verbleib der restlichen Tatbeute sind nun Gegenstand der gemeinsamen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Würzburg und Rottweil.





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