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Dieser Anblick bot sich Autofahrern, die am frühen Mittwochabend über die Oberndorfer Straße nach Schramberg fuhren. Ein Feuerwehrmann (rechts im Bild) bekämpft zündelnde Flammen unter dem Dachvorsprung von der Drehleiter aus.
Foto: Michael Würz / NonstopNews
30.06.2010, 21:54:30 Uhr


Schon wieder ein Großbrand im Kreis +++aktualisiert+++

Dachstuhl brennt lichterloh - Schaden etwa 350.000 Euro


SCHRAMBERG, 30. Juni (mwü/him) - Bei einem Großbrand in Schramberg ist am Mittwochabend der Dachstuhl zweier Mehrfamilienhäuser völlig ausgebrannt. Das Feuer war aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Als die Feuerwehr eintraf, stand bereits der gesamte Dachstuhl in Flammen.

Eine dichte Rauchsäule stand lange Zeit über dem Brandort und sorgte für Aufmerksamkeit in der Talstadt. Nach ersten Informationen ist das Gebäude zur Zeit weitgehend unbewohnt. Lediglich in einer der unteren Wohnungen lebe eine Frau, dem Vernehmen nach mit ihrer Tochter und einem weiteren Mädchen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, die Frau wurde vorsorglich in eine Klinik eingeliefert.

Zu kämpfen hatten die Einsatzkräfte mit der enormen Hitze, insbesondere für die Atemschutzgeräteträger, die in das Gebäude vorgedrungen sind, gestalteten sich die Löscharbeiten schweißtreibend. Zudem befindet sich die Unglücksstelle auf einer Anhöhe ("An der Steige"), wo die Feuerwehr ihre Fahrzeuge nur mit Mühe aufstellen kann. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten werde hier aber immer wieder in den engen Gassen geübt, sagte Schrambergs Stadtbrandmeister Werner Storz.

Nach aktuellen Informationen der Feuerwehr sei der Brand am Abend nochmals aufgeflammt, erneut schlugen Flammen aus dem Dachstuhl. Zwischenzeitlich war auch die Feuerwehr Heiligenbronn alarmiert worden, um die erschöpften Kräfte der Feuerwehren aus Schramberg und Sulgen zu unterstützen. Schlussendlich dauerten die Nachlöscharbeiten bis nach Mitternacht an. Im Einsatz waren neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch die örtliche DRK-Bereitschaft, Feuerwehrarzt Dr. Bernhard Schönemann und Kreisbrandmeister Mario Rumpf.

Der Dachstuhl der beiden Gebäude, die aneinandergebaut sind, wurde komplett zerstört. Auch die restlichen Stockwerke dürften, zumindest durch den entstandenen Wasserschaden, schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein, sagte Kreisbrandmeister Mario Rumpf.

Auch nach Angaben der Polizei in Schramberg ist die ältere Haushälfte nach dem Brand wohl abbruchreif, weil die erforderliche Menge an Löschwasser in den unteren Stockwerken großen Schaden angerichtet hat.

Völlig unklar ist auch am Morgen nach dem Brand, was die Ursache für den Dachstuhlbrand war. Im älteren Hausteil war nur noch die Erdgeschosswohnung bewohnt, gebrannt hat aber der Dachstuhl. Die Polizei will nun klären, ob sich jemand im Dachgeschoss aufgehalten hatte oder ob ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst hat.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 350.000 Euro.






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