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03.02.2010, 13:21:45 Uhr


IHK-Umfrage zu Jahresbeginn:

Erholung wird fester – Konjunktur scheint stabiler zu werden


VILLINGEN-SCHWENNINGEN, 3. Februar (pm) - Die Wirtschaft der Region erholt sich weiter, von einem nachhaltigen Aufschwung zu sprechen ist allerdings sicher noch zu früh. Nach den Ergebnissen der Umfrage der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg zu Jahresbeginn 2010 scheint die konjunkturelle Lage jedoch insgesamt stabiler zu werden.

Die Einschätzung der regionalen Wirtschaft zeigt, dass sich die Geschäftssituation gegenüber der letzten Herbstumfrage etwas verbessert hat. 19 Prozent (Herbst 2009: acht Prozent) der befragten Unternehmen sehen ihre wirtschaftliche Lage derzeit als gut oder zufriedenstellend an.

34 Prozent (47 Prozent) beurteilen sie als verschlechtert. Für die nächsten zwölf Monate erwarten 39 Prozent (39 Prozent) bessere Geschäfte, 26 Prozent (41 Prozent) gehen hingegen von einem verschlechterten Geschäftsvolumen aus. Das ergab die aktuelle IHK-Umfrage bei über 200 Unternehmen zum Jahreswechsel.

„Das ist sicherlich ein wichtiger, aber noch kein signifikanter Fortschritt. Denn das Ausmaß der Dynamik in der wirtschaftlichen Erholung ist jetzt noch nicht abschätzbar. Der Weg aus der Krise wird langwierig und schwierig. Denn die Entwicklung des Inlandsmarktes wird von den Befragten als das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung angesehen“, bewertet IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez die Ergebnisse der Umfrage.

Aktuell kämpfen sich die Unternehmen Schritt für Schritt nach vorne. Die erzielten Umsätze sind gestiegen, die Ertragslage hat sich leicht verbessert. Zudem verbuchen die Unternehmen wiederum mehr Aufträge. Das schlägt sich in einer höheren Kapazitätsauslastung nieder.

Die wirtschaftliche Erholung wird eindeutig getragen vom Verarbeitenden Gewerbe, das zum Jahreswechsel einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht hat. Auch das Kreditgewerbe hat kaum an Fahrt verloren. Leichte Fortschritte gibt es auch bei den Dienstleistungsunternehmen. Dahingehend gestaltet sich die Lage beim Handel und bei Hotellerie und Gastronomie uneinheitlich. Dort scheinen sich nun die Wirkungen der Krise stärker niederzuschlagen: durch Kaufzurückhaltung und durch eine erhöhte Sparneigung.

Verhalten zuversichtlich, so könnte man die Aussichten der Wirtschaft für dieses Jahr bezeichnen. „Diese Zuversicht gründet sich unter anderem auf die Erwartungen, was die Investitionen und die Entwicklung der Auslandsmärkte betrifft. Denn im Vergleich zur Herbstumfrage planen die Unternehmen mit einem erhöhten Kapitaleinsatz im Inland, und zwar zu einem beachtlichen Teil für Produkt- und Verfahrensinnovationen“, so Thomas Albiez.

Unterstützt wird die Wirtschaft dabei durch die regionalen Kreditinstitute, die alles unternehmen, um die Betriebe mit ausreichend Kapital zu versorgen. Die ganz überwiegende Mehrzahl der befragten Unternehmen gibt dabei an, dass sich die guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Hausbank nicht verändert haben.

Große Anstrengungen unternehmen die Betriebe, um ihr Personal zu halten, auch wenn die regionale Arbeitslosenquote angestiegen ist. Fast 70 Prozent der Befragten geben an, die Zahl der Beschäftigten in diesem Jahr nicht zu verändern.




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