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Sonntag, 31. Mai 2020
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    Schützen Sie sich

    ... mit den richtigen Maßnahmen gegen Einbrecher

    (Anzeige). Die Statistik zeigt: alle zwei bis drei Minuten wird in Deutschland eingebrochen, die Gesamtschadenssumme addiert sich auf 500 Millionen Euro jährlich.

    Wer nicht Bestandteil dieser Statistik werden will, der sollte rechtzeitig vorbeugen. Dabei helfen neben den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen vor allem Bausachverständige. Denn Einbruchsicherheit beginnt schon beim Neubau. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) ausdrücklich hin. Baubeschreibungen sehen heute häufig schon so genannte einbruchsichere Türen vor. Aber, so warnt der VPB: Einbruchsicher ist nicht gleich einbruchsicher. Die Türen müssen speziellen DIN-Normen (in diesem Fall der neu gefassten DIN EN 1627) genügen und sind dann ausdrücklich „geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Türen“. Diese Türen bestehen „aus einem Guss“, Türblatt, Schloss, Zarge und Beschlag sind genau auf einander abgestimmt, Schwachstellen ausgeschlossen.

    Solche strengen Normen gelten auch für „geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende“ Fenster, Rollläden, Zylinderschlösser, Gitter, Beschläge und sonstige Produkte zur Nachrüstung des Hauses gegen Einbrüche. Am Bau sollte auf alle Fälle vom Sachverständigen geprüft werden, ob die vertraglich vereinbarte Qualität auch wirklich geliefert wurde.

    Auch wer in einem alten Haus wohnt, der ist dunklen Gestalten nicht schutzlos ausgeliefert. Jedes Haus lässt sich nachrüsten, von der Tür bis zur Alarmanlage. Zu den neuralgischen Punkten im Einfamilienhaus gehören neben der Eingangstür die Keller-, Terrassen- und Balkontüren, vor allem letztere, wenn sie über Spaliere oder Regenrohre mühelos zu erreichen sind. Fenster, vor allem Kellerfenster müssen gesichert werden, aber auch Dachflächenfenster und Lichtkuppeln leisten dem Profi ungesichert keinen nennenswerten Widerstand.

    Wichtig ist die lückenlose Sicherung des Hauses, mahnt der VPB. Die Systeme müssen auf einander abgestimmt und vorschriftsmäßig eingebaut sein. Nur dann erfüllen sie tatsächlich ihren Zweck: Laut Kripo scheitern immerhin über ein Drittel aller Einbruchsversuche an den Sicherungsmaßnahmen in Häusern und Wohnungen.

    Tipps der Polizei

    Mechanik – um Einbrechern einen Riegel vorzuschieben

    • Aufschraubsicherungen für Fenster und Türen nach DIN 18104 Teil 1
    • Fenster mit Sicherheitsbeschlägen nach DIN 18104 Teil 2 gemeinsam mit einem abschließbaren Fenstergriff, der 100 Nm, besser sogar 200 Nm Drehmoment widersteht
    • Sicherung von Türen etwa mit Mehrfachverriegelungen nach DIN 18251 optimal mit Hakenschwenkriegeln
    • Neue Fenster und Türen ab der Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627

    Richtiges Verhalten – um Einbruchs-Gelegenheiten zu reduzieren

    • Anwesenheitssimulation, zum Beispiel über mit einer Zeitschaltuhr gesteuertes Licht im Haus
    • Aufstiegshilfen wie Mülltonnen, Leitern und Gartenmöbel für Einbrecher unerreichbar wegschließen
    • Fenster und Türen immer verriegeln, auch wenn man das Haus nur kurz verlässt
    • auf Informationen auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Medien zu Abwesenheit – etwa Urlaub – verzichten

    Elektronik – um mechanische Sicherheitstechnik zu ergänzen

    • Einbruchmeldeanlagen ab Klasse A (Grad 2) nach DIN EN 50130 ff
    • SmartHome-Anwendungen nach DIN VDE V 0826-1

    Montage – um Sicherheitstechnik richtig einzusetzen

    • Montage vom Fachhandwerker, der dafür sorgen kann, dass geprüfte Sicherheitstechnik korrekt und damit wirksam montiert ist. Kontakte online unter www.zuhause-sicher.de/handwerkersuche

    Beratung – um gut informiert zu sein

    • Sicherheitsberatung der polizeilichen Beratungsstelle, die neutral zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen am Haus und sinnvoller Sicherheitstechnik informiert. Kontakte online über www.zuhause-sicher.de/beratungsstellensuche