Rajsp möchte Bonde demnächst öfter auf dem Gang im Stuttgarter Landtag begegnen

Rajsp möchte Bonde demnächst öfter auf dem Gang im Stuttgarter Landtag begegnen

ROTTWEIL  – Am Freitag haben die Kreisgrünen zum Neujahrsempfang ins Schwarze Lamm in Rottweil eingeladen. Mit dabei: Landtagskandidatin Sonja Rajsp, Landwirtschaftsminister Alexander Bonde, Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, das Duo Free Men Life und unter den Besuchern auch ein paar junge syrische Flüchtlinge.

Sie wolle gern dem Alex demnächst öfter auf dem Gang im Stuttgarter Landtag begegnen, meine Rajsp schmunzelnd. Und lobte dann den Landkreis als in allen Bereichen gut aufgestellt: Wirtschaftlich laufe es prima, viele tolle Standbeine habe man und daher auch viel politischen Besuch aus Stuttgart und Berlin, und mit der schweißtreibenden Bürgerbeteiligung in Sachen JVA habe man auch gezeigt, wie gelebte Demokratie funktioniere.

„Auch wenn damit nicht jeder rundum glücklich ist!“ Die 42-jährige Betriebswirtin und dreifache Mutter lobte dann den Umgang mit Flüchtlingen im Kreis: „Wir haben 21 Gemeinden hier, davon haben 15 Hilfsnetzwerke, das sind über 1000 Leute, eine unglaubliche Zahl!“

Und das Engagement treibe spezielle Blüten, so die Oper „Zaide“ in Oberndorf, bei der Flüchtlinge mitwirkten und aus der heraus sich der Mosaikchor aus Deutschen und Flüchtlingen gebildet hat, der schon zahlreiche Auftritte hatte. Und das Benefizkonzert mit fünf Bands in Lauffen, ein „unglaublich toller Abend, bei dem alle mit allen feierten“ und Syrer zu Countrymusik abgehottet hätten. „Das war herzergreifend!“

Ihre Schwerpunkte seien eben die Flüchtlingsarbeit, aber auch die Energiewende, schnelles Internet, die Verbindung von Ökologie und Ökonomie sowie das soziale Miteinander. Ein „enkeltauglicher“ Zukunftsmarkt sei für den 17. April in Rottweil geplant, so Rajsp, samt ökofairer Modenschau und Spendenlauf.

Ein „spannendes Jahr“ liege hinter der grünen Landesregierung, betonte dann Minister Bonde, doch immerhin seien Weihnachten und Silvester grün gewesen, da könne man doch auf 2016 hoffen. Die großen Herausforderungen: Integration der Flüchtlinge, „eine große gesellschaftliche Herausforderung, die wir meistern können“, der Klimawandel, den Erhalt der Biodiversität.

Hier sei Baden-Württemberg als Industrieland in der Verantwortung, ebenso in der Entwicklung der Wirtschaft ohne allzu großen Flächenverbrauch. Und: Demokratie lebe vom Teilnehmen, nicht vom Zurücklehnen und Motzen. Musikalisch sorgte das Duo Free Men Life für Unterhaltung, zahlreiche Gespräche für weitere.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 9. Januar 2016 von Moni Marcel (mm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/106292/106292