Albverein eröffnet das Wanderjahr auf dem Dreifaltigkeitsberg

Albverein eröffnet das Wanderjahr auf dem Dreifaltigkeitsberg

REGION ROTTWEIL (pm) – Seit 43 Jahren treffen sich die Albvereinler im Pilgersaal der Claretiner zur Eröffnung des Wanderjahres. Trotz des nicht gerade einladenden Wetters fanden viele Wanderer aus den 36 Ortsgruppen des Heuberg-Baar-Gaus den Weg auf den Dreifaltigkeitsberg.

Stefan Schrode, Vorsitzender der Ortsgruppe Spaichingen, begrüßte als ausführende Ortsgruppe die Anwesenden und wies auf das 125-jährige Jubiläum des Spaichinger Albvereins hin. Pater Alfons Schmid, Hausherr der Claretiner auf dem Dreifaltigkeitsberg ermahnte in seinen Begrüßungsworten, den Stern von Bethlehem von den vielen Irrlichtern zu unterscheiden. Viele sehen heute den eigentlichen Stern nicht mehr, der uns die Zukunft weisen will.

Es gelte heute den Fokus auf die Natur zu lenken, weg vom Denken, mir gehört die ganze Welt. Die Welt ist Gottes Eigentum und diese Schöpfung gilt es wahrzunehmen, Kraft daraus zu schöpfen und in 2016 neu zu erfahren. Bürgermeister Hans Georg Schumacher von Spaichingen erinnerte an die Verantwortung uns und der Gesellschaft gegenüber. Wir Menschen sind die einzigen Wesen die gestalten, abstrahieren, reflektieren und Fragen beantworten können.

Die Welt ist so konfus geworden, es gibt viele Dinge, die wir nicht mehr erklären können und wir schaffen es nicht, in Frieden zu leben. Schuhmacher sieht die europäische Gesellschaft bedroht, aber auch die Natur und die Tiere bei der heutigen Ausbeutung unserer Ressourcen. Der Gauvorsitzende Klaus Butschle freute sich über den zahlreichen Besuch der 36 Ortsgruppen im Heuberg-Baar-Gau aber auch über das winterliche Wetter an Dreikönig.

Butschle ging eindeutig auf die heutigen Flüchtlinge ein. „Sankt Martin hat den Mantel geteilt, auch wir sollten bereit sein zu teilen. Hast Du viel, willst du viel, hast Du wenig, brauchst Du wenig“, so Butschle. Wichtig ist nach wie vor der menschliche Umgang mit den Neuankömmlingen. Im Wort Verein stecken bereits vereinte Kräfte. Diese Kraft gilt es zu nützen bei allen unseren Bemühungen für unsere Mitmenschen, die Natur und unsere Umwelt.

Neben den gemeinsam gesungenen Liedern setzten die Sternsinger einen Farbtupfer in dieses Gautreffen. Mit Weihnachtsliedern sang sich die Gregorianik-Schola des Spaichinger Kirchenchores unter der Leitung von Georg Fehrenbacher in farbenprächtigen Gewändern zum Abschluss der Veranstaltung in die Herzen der Albvereinler.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 13. Januar 2016 von NRWZ-Redaktion. Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/106563/106563