Zoff in Denkingen

Zoff in Denkingen

Es brodelt in Denkingen: Einige Bürger wollen die Bürgermeisterwahl vom 28. Juni anfechten. Im Gegenzug müssen sie mit einer Strafanzeige rechnen.

DENKINGEN (him/red) – Bei der Wahl war Amtsinhaber Rudolf Wuhrer mit nur gut 52 Prozent der Stimmen wieder gewählt worden. Seine Herausforderin Manuela Raichle hatte fast 48 Prozent erreicht. Rund 30 Denkinger Bürger um Gemeinderat Hubert Braun (Bürger für Denkingen) und Rudolf Betting, hatten den Einspruch gegen die Wahl unterzeichnet. Sie werfen insbesondere dem ersten Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Thieringer vor, „die für den Wahlvorstand gebotene Unparteilichkeit missachtet“ zu haben.

Bürgermeister Wuhrer habe „Einrichtungen und Bedienstete der Gemeindeverwaltung für seine Wahlwerbung verwendet“, so die beiden Vertreter der Einsprucheinlegenden. Als ersten Punkt reklamieren die beiden, dass bei der Stimmauszählung nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sei, sie hätten den „Verdacht der unkorrekten Stimmauszählung.“

Dies rief nun den Bürgermeister und weitere Mitglieder des Gemeindewahlausschusses auf den Plan. Sie verkündeten per Pressemitteilung: „Einzelne Mitglieder des Gemeindewahlausschusses erstatten Strafanzeige wegen Verleumdung und wegen des Vorwurfs von Wahlbetrug und Wahlfälschung.“ Zu den Mitgliedern des Ausschusses zählt sich auch Wuhrer.

Zwar wird der Einspruch der Bürger voraussichtlich erst morgen beim Landratsamt Tuttlingen abgegeben. Aber der Wortlaut war bereits am Dienstagabend im Internet veröffentlicht worden.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 8. Juli 2015 von NRWZ-Redaktion. Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/93214/93214