Bürgerbus kommt im Dezember

Bürgerbus kommt im Dezember

Damit niemand überlastet wird, sucht der Bürgerbusverein Schramberg (BBS) noch einige ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer. Derzeit haben sich 30 Leute bereit erklärt, den Bürgerbus auf dem Sulgen und in der Talstadt zu fahren, wenn er im neuen Jahr an den Start geht.

SCHRAMBERG (him) – „Wir wollen, dass jeder zwei Mal im Monat dran kommt“, so Barbara Olowinsky vom BBS-Vorstand, „und dann vier Stunden den Bus fährt.“ Natürlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Fahrerpause. Um diesen Rhythmus zu schaffen, sollte der Verein 40 Fahrer haben.

Bevor es los geht, wird Achim Bendigkeit mit den ehrenamtlichen Fahrern ein ausgiebiges Fahrtraining absolvieren. Auch Theorie wird Fahrlehrer Bendigkeit mit den Bürgerbusfahrern büffeln. „Wir machen das  bei einer stationsmäßigen Ausbildung, damit es nicht so langweilig wird.“ Diese Ausbildung sei notwendig, denn „der Bus ist kein PKW“, betont Matthias Kohlhase vom BBS-Vorstand. Bei der Gestaltung des „Dienstplanes“ würden die persönlichen Wünsche der Fahrer zu 100 Prozent erfüllt, verspricht er.

Um den Bürgerbus fahren zu dürfen, müssen die Kandidaten einige Hürden überwinden: ein – für Ehrenamtliche kostenloses – „kleines“ polizeiliches Führungszeugnis müssen sie bei der Stadt beantragen, sie brauchen eine ärztliche Untersuchung auf ihre Seh- und Reaktionsfähigkeit und sie müssen eine Personenbeförderungslizenz erwerben. Außerdem müssen sie unter Umständen ihren alten Papp-Führerschein beim Landratsamt in einen neuen Scheckkartenführerschein umschreiben lassen, so Olowinsky. Alle bisherigen Gültigkeitsbereiche für den Führerschein bleiben erhalten. Selbst wenn man einen Gesundheitscheck nicht bestehen sollte, hätte das für den bestehenden Führerschein keine Konsequenzen, versichert sie. Die Kosten für den Papierkram übernehme der Verein.

Für den ehrenamtlichen Fahrerjob hat sich Heinz Bauer gemeldet. Der Rentner aus Schramberg hat die Gesundheitsprüfung beim Seedorfer Arbeitsmediziner Christoph Straßner bereits hinter sich: „Es war nicht einfach, aber machbar.“ Herbert Pflumm aus Waldmössingen ist seit gut fünf Jahrzehnten beim Technischen Hilfswerk aktiv und  war von der Bürgerbusidee fasziniert. Er habe  sich gedacht: „Die Zeit für das Fahren bringst du auch noch auf.“ Walter Glenz, ebenfalls im Ruhestand, hält der Bürgerbus für eine sinnvolle Einrichtung. Er habe  als Rentner Zeit und sich gedacht: „Warum soll ich nicht ein klein bisschen was für die Gemeinschaft davon abgeben.“

Nun warten also alle auf den umgebauten VW-Bus. Im Umbauwerk sei er schon, berichtet Kohlhase. „Wir gehen davon aus, dass der Bus Mitte Dezember hier sein wird.“  Und dann wird es für die Fahrerinnen und Fahrer ernst: „Dann greifen wir an“, so Bendigkeit, „statt Plätzchenbacken wird gekurvt.“

Info: Wer sich als Bürgerbusfahrer zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter Telefon 07422 24 01 68 oder per E-Mail [email protected] beim BBS-Vorsitzenden Arnhold Budick melden

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 27. Oktober 2015 von NRWZ-Redaktion Schramberg. Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/buergerbus-kommt-im-dezember/101206