NRWZ.de, 29. September 2020, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

CDU auf Kandidatinnensuche

„Diese breite Themenpalette ist geradezu genial“, schwärmte  laut CDU-Pressemitteilung Marcel Grießer als Moderator bei der ersten von insgesamt sechs Regionalkonferenzen, bei denen sich die beiden Kandidatinnen um die Nachfolge des Bundestagsabgeordneten Volker Kauder den CDU-Mitgliedern vorstellen.

Mit diesem Veranstaltungsformat machten die beiden CDU-Kreisverbände Rottweil und Tuttlingen das Angebot, Maria-Lena Weiss und Birgit Hakenjos näher kennen zu lernen und nach ihren politischen Vorstellungen und Zielen zu befragen. Und davon sei in der knapp zweistündigen Veranstaltung in der „Szene 64“ in Schramberg reichlich Gebrauch gemacht worden.

Fest stehe schon mal, dass zum ersten Mal in der Geschichte dieses Wahlkreises eine Frau für die CDU in den Ring steigen werde, doch ob die Juristin und seit vielen Jahren in der CDU engagierte Maria-Lena Weiss oder die mittelständische Unternehmerin und Quereinsteigerin Birgit Hakenjos dies sein werde, darüber entscheiden die Mitglieder der CDU in den beiden Kreisen in einer Nominierungsversammlung. Das „Königsrecht der Parteimitglieder“, so Marcel Grießer.

Ort und Zeitpunkt dazu stünden zwar noch nicht fest, aber die Termine, bei denen sich die beiden Kandidatinnen – entweder alle oder gemeinsam – präsentieren. Und ihre Beweggründe für die Bewerbung darstellen.

„Engagement hat für meine Familie und für mich schon immer dazu gehört“, sagte die Tuttlinger Kreisvorsitzende, die auch im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde und im Kreistag ist. Birgit Hakenjos, seit sieben Jahren Mitglied der CDU, sieht die Notwendigkeit, den Strukturwandel in der Wirtschaft gerade in dieser, ihrer Heimatregion, mitzugestalten, „damit wir Lebensqualität und Lebensstandard bei uns erhalten und unseren Kindern eine gute Zukunft ermöglichen.“ Gerade in der Verbindung zwischen ihrer Tätigkeit als IHK-Präsidentin mit den Kontakten nach Berlin und nach Brüssel (dort ist sie Gründungsmitglied des DIHK Board) sieht sie eine gute Verzahnung und die Möglichkeit, die Belange des ländlichen Raumes und dieser Region zu  vertreten.

Nach der jeweils knapp 15-minütigen Vorstellung der beiden Christdemokratinnen  wurden sie mit nahezu allen Fragen und Themen konfrontiert, ob aktuellem oder auch grundsätzlichem Inhalt. So dass sie sich die Teilnehmer ein gutes Bild machen konnten von den Vorstellungen der Bewerberinnen, den Unterschieden, aber auch den Gemeinsamkeiten und nicht zuletzt vom persönlichen Auftreten.

Angefangen von ihrer Einstellung zum „C“ als dem Markenkern und der Richtschnur der CDU, zu dem sie sich beide vorbehaltlos bekannten, über die Finanzpolitik („Wie bewältigen wir die derzeit hohe Verschuldung?“), die Infrastruktur (Gäubahn, Talumfahrung Schramberg), der Frage nach Ökologie und Ökonomie, der Bekämpfung des Klimawandels,  der Energiepolitik, der Zukunft der Pflege, der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum bis hin zu der Frage, ob die beiden Bewerberinnen sich Markus Söder als Bundeskanzler vorstellen können – nahezu alle relevanten Themen wurden diskutiert. Sehr sachlich und in einem sehr fairen Miteinander.

So dass Marcel Grießer zum Ende dieser ersten Regionalkonferenz zu Recht von einer „Sternstunde der politischen Diskussionskultur“ sprechen konnte. In einer Zeit, die spannender kaum sein könnte. An einem Abend, an dem deutlich wurde, dass das politische Mitwirken angesichts der Fragilität des politischen Systems und der großen Herausforderungen von größter Bedeutung ist, schreibt die CDU abschließend.

CDU auf Kandidatinnensuche