IHK: Fast 300 Unternehmen wollen Flüchtlinge beschäftigen

IHK: Fast 300 Unternehmen wollen Flüchtlinge beschäftigen

REGION (pm) – Bereits im November hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg ein Projekt gestartet, um Firmen und Flüchtlinge zusammenzubringen. Mit einer Kompetenzerhebung wurden die ersten Informationen über die Asylsuchenden gesammelt, um sie anschließend an passende Firmen zu vermitteln. Die IHK berichtet darüber in einer Pressemitteilung.

Parallel schrieb die IHK zahlreiche Unternehmen in der Region an, um den Bedarf und die Bereitschaft abzufragen.Diese sendeten nun ein positives Signal aus: Zahlreiche Unternehmen und auch Orts- sowie Stadtverwaltungen wollen dabei helfen, Flüchtlinge in die Arbeitswelt zu integrieren. Allein im Schwarzwald-Baar-Kreis erklärten sich 155 Arbeitgeber bereit, Flüchtlinge einzustellen, im Landkreis Tuttlingen äußerten diese Bereitschaft 111 Unternehmen, im Kreis Rottweil 24.

„Die geringere Zahl an Unternehmen aus dem Rottweiler Raum hat damit zu tun, dass die Flüchtlingsproblematik dort vergleichsweise dezentral gelöst wird“, berichtet Martina Furtwängler, Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Qualifizierung bei der IHK. So hätte man in Villingen-Schwenningen und Donaueschingen mit den großen Flüchtlingsunterkünften besondere Rahmenbedingungen.

Für die Unternehmen, die sich aus allen Branchen hinweg zurückgemeldet haben, ist es jedoch wichtig, dass die Asylsuchenden zumindest grundlegende Deutschkenntnisse besitzen, um sie in der Firma sinnvoll einzusetzen. Bedarf gibt es überwiegenden bei den Ausbildungsplätzen. „Oftmals wird davor aber ein Praktikum absolviert, damit die Flüchtlinge einen Einblick in die Berufswelt erhalten“, so Furtwängler.

Deshalb liegt der Fokus auch auf den jungen Flüchtlingen zwischen 16 und 23 Jahren, die in den VABO-Klassen derzeit in einem Vorqualifizierungsjahr ihre Deutschkenntnisse erwerben. „Für deren Betreuung wurden in Kooperation mit der Handwerkskammer Konstanz und der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen zwei geförderte Kümmererstellen genehmigt“, freut man sich bei der IHK auf die Unterstützung bei der Integration in die Berufswelt und damit in die Gesellschaft.

Es gäbe aber zudem die Möglichkeit den Flüchtlingen eine Einstiegsqualifizierung anzubieten. Diese Qualifizierungsmaßnahmen vor der Ausbildung können von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Abseits der Ausbildungen gebe es bei den Betrieben auch für Anlern- oder Hilfstätigkeiten Bedarf. Die Bestrebungen der IHK, bei der Hugo Frey als Projektleiter aktiv ist, tragen bereits erste Früchte: Rund zehn Flüchtlinge konnten in einer relativ kurzen Zeit bereits an Unternehmen vermittelt werden.

Um die Betriebe bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, bietet die IHK am Mittwoch, 20. Januar, 17 Uhr, in den Räumen der IHK in VS-Villingen eine Informationsveranstaltung mit Fachreferenten an. Hier sollen nicht nur arbeitsrechtliche Themen und behördliche Zuständigkeiten sowie Behördenabläufe, sondern auch kulturelle Unterschiede und die Verfahrensweise behandelt werden. Schließlich will man sich auf Integration der Asylsuchenden bestens vorbereiten.

Weitere Informationen und Anmeldungen bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Frau Petra Fritz, Telefon: 07721 922-154, [email protected]

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 13. Januar 2016 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/fast-300-mitgliedsunternehmen-wollen-fluechtlinge-beschaeftigen/106538