SCHRAMBERG (pm) – Am Montag, 21. November, 19 Uhr, lädt die vhs Schramberg zum Vortrag „Homöopathie und Schüßler Salze in der Tiermedizin“ mit Kerstin Pahlke, Tierheilpraktikerin, ins Foyer des Schlosses ein.

Schon lange werden Homöopathika und Schüßler-Salze in der Humanmedizin angewandt und haben ihren festen Platz in vielen Hausapotheken. In diesem Vortrag werden die zwölf Schüßler-Salze und eine Auswahl an Homöopathika vorgestellt. Außerdem wird die Anwendung, die Unterschiede und die Grenzen dieser zwei Methoden in der Tiermedizin erläutert.

 

4 Kommentare

  1. Wobei, werter Herr Güntert, die Schüssler-Salze in Sachen Betrug der Homöopathie auf dem Fuße folgen, in Sachen dummdreister Konsumenten-Verarsche aber eindeutig in Führung liegen – schon allein wegen der mengenhaften Zufuhrempfehlungen, die bei Schüssler-Salzen
    nicht nur vorzufinden, sondern auch dringend nötig sind.

    Schauen wir uns das mal am Beispiel des Schüssler-Salzes Nr. 8 „Natrium chloridicum“ (auch als Kochsalz bekannt) an:

    Der alte Schüssler war ja, im Unterschied zum ollen Hahneman, der felsenfesten Überzeugung, dass die Substitution der von ihm genannten Mineralstoffe praktisch jedem Unbill abhelfen würden – also nix mit „geistartigen Kräften des Tripper-Eiters“ (auf homöopathisch: Medorrhinum) die auf „geistartige Störungen der Lebenskraft“ treffen, sondern konkrete Zufuhr genau der Stoffe, die (angeblich) fehlen.

    Welche (angeblich) fehlen, das kann man (ebenfalls angeblich) ganz einfach am Gesicht ablesen, jedenfalls bei Menschen. Nennt sich „Sonnenschau“, und ist eine Erfindung von Schüssler.

    Ob das mit der Antlitzdiagnose auch für eine Milchkuh gilt, weiß der Deibel – oder vielleicht auch die Frau Pahlke.

    Seien wir aber einfach mal voller Vertrauen und glauben, dass bei Milchkuh
    Emmi die Antlitzschau ergeben hat, dass Nr.8 fehlt. Emmi mangelt es also
    an Kochsalz.

    Wie viel genau ihr fehlt, das könnte man im Labor ermitteln, aber das wäre ja schon Schulmedizin, und die wollen wir doch nicht.

    Greifen wir deshalb zu Schätzwerten:

    Gehen wir mal wir davon aus, dass Emmi etwa 50 Gramm NaCl täglich benötigt (ich
    nehme mal einen Mittelwert, wohl wissend, dass es da eine Schwankungsbreite
    gibt), und beschließen eine fünfzigprozentige Substitution, also 25 g.

    Wenn wir die jetzt mit Schüssler-Salzen bewerkstelligen
    wollten, beispielweise mit der „hochwirksamen“ Potenz D12, dann müsste
    Emmi…

    (Moment, ich muss mal eben ein wenig rechnen!)

    Also, bei der Potenz D12 ist 1 Gramm Wirkstoff in 1 Million Tonnen Milchzucker zu finden.

    1 Standardtablette mit Schüssler-Salz wiegt 250 mg.

    Um 25 g. Kochsalz zu liefern, brauchen wir demnach 25 Mio. Tonnen Milchzucker, oder 100.000.000.000.000 Tabletten. Täglich.

    Bei der D6 (1g. Wirkstoff in 1 Tonne Milchzucker) sind es immer noch 25 Tonnen oder 100.000.000 Tabletten.

    Bei der D3 (1g. Wirkstoff auf 1 kg Milchzucker) sind es dann nur noch 25 kg Lactose oder 100.000 Tabletten.

    Also die Emmi, die müsste vor allem eins: Unmassen an Milchzucker futtern.

    Und zwar solche unmässigen Massen, dass man es sich eigentlich ersparen
    kann, zusätzlich zu den Mengen auch noch über die Preise dieser rationalen
    und vor allem äußerst rationellem Therapie nachzudenken.

    Ich jedenfalls, ich verzichte drauf.

    Auch könnte man darüber nachdenken, ob das Kochsalz in einer Schüssler-Salz-Tablette irgendwie „anders“ ist, als das Kochsalz, was Emmi mit ´nem Leckstein angeboten wird – aber das zu ergründen ist ebenfalls überflüssig, jedenfalls dann, wenn man in der
    Schule den Chemie-Unterricht nicht komplett verpennt hat.

    Worüber man aber nachdenken sollte: Wie kommt jemand auf so einen Unsinn? Und
    wie kann man so unverschämt sein, mit diesem Unfug auch noch die Leute
    abzuzocken?

    Kurzer Hinweis: Die Berechnungen gelten selbstverständlich nicht nur so die Nr. 8, also Kochsalz, sondern auch für alle anderen Schüssler-Salze.

  2. Wobei, werter Herr Güntert, die Schüssler-Salze in Sachen Betrug der Homöopathie auf dem Fuße folgen, in Sachen dummdreister Konsumenten-Verarsche aber eindeutig in Führung liegen – schon allein wegen der mengenhaften Zufuhrempfehlungen, die bei Schüssler-Salzen so vorzufinden sind.

    Nehmen wir mal, nur so als Beispiel, das Schüssler-Salz Nr. 8 „Natrium chloridicum“, auch als Kochsalz bekannt:

    Der alte Schüssler war ja, im Unterschied zum ollen Hahneman, der felsenfesten Überzeugung, dass die Substitution der von ihm genannten Mineralstoffe praktisch jedem Unbill abhelfen würden – also nix mit „geistartigen Kräften des Tripper-Eiters“ (auch nur ein Beispiel) die
    auf „geistartige Störungen der Lebenskraft“ treffen, sondern konkrete Zufuhr genau der Stoffe, die (angeblich) fehlen.

    Welche (angeblich) fehlen, das kann man (ebenfalls angebluch) ganz einfach am Gesicht ablesen, jedenfalls bei Menschen. Behauptete Schüssler.

    Ob das auch für eine Milchkuh gilt, weiß der Deibel – oder vielleicht auch die Frau Pahlke.

    Seien wir aber einfach mal voller Vertrauen und glauben, dass bei Milchkuh Emmi die Antlitzschau ergeben hat, dass Nr.8 fehlt. Emmi mangelt es also an Kochsalz. Wie viel genau,
    das könnte man im Labor ermitteln, aber das wäre ja schon Schulmedizin,
    und die wollen wir doch nicht.

    Gehen wir also von Schätzwerten aus:

    Gehen wir mal wir davon aus, dass Emmi etwa 50 Gramm NaCl täglich benötigt (ich
    nehme mal einen Mittelwert, wohl wissend, dass es da eine Schwankungsbreite gibt), und beschließen jetzt eine fünfzigprozentige Substitution, also 25 g.

    Wenn wir die jetzt mit Schüssler-Salzen bewerkstelligen wollten, beispielweise mit der „hochwirksamen“ Potenz D12, dann müsste Emmi…

    (Moment, ich muss mal eben ein wenig rechnen!)

    Also, bei der Potenz D12 ist 1 Gramm Wirkstoff in 1 Million Tonnen Milchzucker zu finden.

    1 Standardtablette mit Schüssler-Salz wiegt 250 mg.

    Um 25 g. Kochsalz zu liefern, brauchen wir demnach 100.000.000.000.000 Tabletten.
    was 25 Mio. Tonnen Milchzucker entspricht. Täglich.

    Bei der D6 (1g. Wirkstoff in 1 Tonne Milchzucker) sind es immer noch 25 Tonnen oder 100.000.000 Tabletten.

    Bei der D3 (1g. Wirkstoff auf 1 kg Milchzucker) sind es dann nur noch 25 kg Lactose oder 100.000 Tabletten.

    …dann müsste Emmi vor allem eins: Unmassen an Milchzucker futtern.

    An dieser Stelle könnte man jetzt noch kurz die Preise für diese rationale und vor allem äußerst rationelle Therapie berechnen. Aber das erspare ich mir.

    Auch könnte man darüber nachdenken, ob das Kochsalz in einer Schüssler-Salz-Tablette irgendwie „anders“ ist, als das Kochsalz, was Emmi mit ´nem Leckstein angeboten wird – aber das zu ergründen ist ebenfalls überflüssig, jedenfalls dann, wenn man in der Schule den
    Chemie-Unterricht nicht komplett verpennt hat.

    Worüber man aber nachdenken sollte: Wie kommt jemand auf so einen Unsinn?

    Kurzer Nachtrag: Die Berechnungen gelten so auch für die anderen Schüssler-Salze.

  3. Wobei, werter Herr Güntert, die Schüssler-Salze der Homöopathie auf dem Fuß folgen, und in Sachen dummdreister Konsumenten-Verarsche eindeutig in Führung liegen.

  4. Das Titelbild (ein Haufen Zucker) triffts auf den Punkt. Danke, Neue Rottweiler Zeitung!

    Homöopathie ist und bleibt der größte Betrug der Medizingeschichte seit der Aufklärung!

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