NRWZ.de, 24. März 2021, Autor/Quelle: Martin Himmelheber (him)

Interkom Seedorf-Waldmössingen: Wirtschaftsplan beschlossen

Schulden steigen für Grunderwerb

In den kommenden Jahren werden die Gewinn im interkommunalen Gewerbegebiet Seedorf Waldmössingen deutlich niedriger ausfallen als bisher. Aber das ist gewollt: Für die Erweiterung auf Seedorfer Gemarkung werden die beiden Kommunen Schramberg und Dunningen zunächst investieren und Kredite aufnehmen müssen.

Bei der Verbandsversammlung erläuterte Andrea Rückert in Vertretung des erkrankten Geschäftsführers Manfred Jungbeck die Zahlen. Im Jahr 2020 habe man keine Kreditverpflichtungen mehr gehabt. Von den noch knapp 25.000 Quadratmetern Fläche habe man leider nichts verkauft. In diesem Jahr rechnet Rückert mit etwa 7000 Quadratmetern, die verkauft werden. Für eine Fläche von 2000 Quadratmetern sei demnächst ein Notartermin. Weitere 5000 Quadratmeter folgten wahrscheinlich im Herbst.

Weil die Telekom  Glasfaser im Gebiet verlegt habe, seien die Verwaltungs- und Betriebskosten gestiegen. 40.000 Euro habe der Verband dafür gezahlt. Weiter rechnet Rückert mit Kosten für den Ökoausgleich. Das Gebiet Perschelwiesen als Ökoausgleichsfläche sollte in diesem Jahr zu Buche schlagen. In den nächsten Jahren seien daher „deutlich höhere Abschreibungen“ zu erwarten.

2,7 Millionen Euro für Grunderwerb

Weil das Industriegebiet Richtung Seedorf erweitert werden soll, braucht der Verband neue Kredite für den Grunderwerb. Das erste Viertel der Grundstücke möchte der Verband in diesem Jahr kaufen und braucht dafür etwa 700.0000 Euro. 2022 folgt die Hälfte und eine Kreditaufnahme von 1,3 Millionen Euro. Im Jahr 2023 dann will der Verband das letzte Viertel kaufen und noch einmal 700.000 Euro neue Schulden machen. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren rechnet Rücker mit einem Zinssatz von einem Prozent.

Ohne weitere Diskussion hat die Verbandsversammlung den Wirtschaftsplan einstimmig beschlossen.

Interkom Seedorf-Waldmössingen: Wirtschaftsplan beschlossen