Krankenhaus als Flüchtlingsheim: „Kein Thema“

Krankenhaus als Flüchtlingsheim: „Kein Thema“

SCHRAMBERG (him) – Wie berichtet hat sich der Berliner Baulöwe Helmuth Penz bei der Camedi eingekauft und würde gern eine Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Schramberger Krankenhaus einrichten. Doch das Regierungspräsidium Freiburg hat längst abgewunken: „Kein Thema.“

OB Thomas Herzog hatte in Tennenbronn in seiner Neujahrsrede berichtet, Gespräche über eine Vermietung mit dem Regierungspräsidium Freiburg seien bestätigt worden. Näher ging er aber nicht darauf ein.

Aus Freiburg kam am Montag allerdings ein klares Wort: „Das ist für uns absolut kein Thema“, so der Pressesprecher des Regierungspräsidiums, Matthias Henrich, zur NRWZ. Er fügte zwar ein kleines Wörtchen an: „Derzeit – aber nur weil man nie ‚nie‘ sagen soll.“ Das Schramberger Krankenhaus „ist für unsere Zwecke ungeeignet“ und stünde auf einer möglichen Liste „ganz, ganz nachrangig.“ Sein Sprecher-Kollege Markus Adler ergänzt: „Wir brauchen aufgrund der großen Zahl an Flüchtlingen möglichst große Gebäude, um die Unterbringung auch wirtschaftlich und logistisch sinnvoll zu gestalten.” Das wäre beides beim Schramberger Krankenhaus nicht gegeben.

Wie geht‘s nun weiter: OB Herzog möchte zunächst in den kommunalen Gremien über das weitere Vorgehen beraten. In seiner Rede kündigte er an, er wolle dem Rat vorschlagen, „vom Vertrag mit der Camedi Real Estate zurückzutreten.“ Die ersten Reaktionen (siehe gesonderten Bericht) aus dem Rat zeigen dafür eine breite Zustimmung.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 18. Januar 2016 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/krankenhaus-als-fluechtlingsheim-kein-thema/106996