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In vier Schritten zum Baukindergeld – was Eltern jetzt beachten sollten und weitere Bau-Themen

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biema @ Jobs for Future 2020

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Der Schramberger Betten TÜV

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Lauterbach: Bauplätze in attraktiver Lage warten auf neue Eigentümer

(Anzeige). Bereits vor einigen Jahren hat die Gemeinde Lauterbach insgesamt neun Bauplätze im Bereich Distelweg/Sulzbacher Straße erworben und erschlossen. Nach einem schleppenden...
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Samstag, 26. September 2020

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„Meine Welt erschließt sich auf einer Distanz von einer Armlänge“

Als Taubblinder auf den Jakobsweg

ROTTWEIL – Sven Fiedler ist taubblind. Und er will sich auf den Jakobsweg machen. Dafür sucht er nun Spender und Sponsoren, denn durch seine Behinderung kann er den Weg nicht alleine machen, er braucht einen Assistenten, der ihn begleitet.

„Mein Vorhaben ist nicht nur ein persönlicher Traum, sondern ich möchte auf die Lebenssituation taubblinder Menschen aufmerksam machen.“ Denn mit dieser Behinderung leben deutschlandweit 6- bis 8000 Menschen, viele isoliert und ohne Assistenz von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Sven Fiedler wurde mit einer Hörbehinderung geboren, lernte dann in einer speziellen Einrichtung eine Ausbildung zum technischen Zeichner, war berufstätig, bis sein Sehvermögen immer schlechter wurde. Seit 2010 ist er blind, Grund ist das Usher-Syndrom, eine angeborene Schwerhörigkeit in Kombination mit einer Netzhausdegeneration, die man nicht aufhalten kann.

„Ich gab mich und mein Leben jedoch nicht auf. Im Gegenteil, trotz Blindheit und Schwerhörigkeit wurde ich noch aktiver als jemals zuvor. Nun mache ich auch nicht vor dem Jakobsweg halt, den ich im Frühjahr 2017 gehen möchte.“, erzählt er unsrer Zeitung. Erst kürzlich war Fiedler auf einer Abenteuer-Seilbahn unterwegs (wir haben berichtet), und jetzt eben der Jakobsweg.

„Meine Welt erschließt sich auf einer Distanz von einer Armlänge. Was ich nicht ertasten kann, ist erstmal nicht da. Alles basiert auf den Informationen, die ich über das Ertasten bekomme, oder die mir andere Menschen in meiner Kommunikationsform vermitteln“, erzählt Fiedler. „Für mich ist es das erste Mal, dass ich ein spendenfinanziertes Projekt plane. Sollte sich eine dauerhafte Finanzierungsmöglichkeit finden, habe ich die Vision, auch anderen Taubblinden den Jakobsweg in Deutschland zu ermöglichen.“

Klar stellt Sven Fiedler: Die Spendengelder will er nur dafür nutzen, seine Assistenten zu finanzieren. Seine eigene Reise wird er aus der eigenen Tasche bezahlen.
Mehr Infos bekommt man hier: www.tbl-jakobsweg.de oder sven.fiedler@tbl-jakobsweg.de

 

 

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