Nachwuchschemiker verfolgen den Weg des Zuckers

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Im Herbst diesen Jahres hatten die Schüler der Kursstufe 2 aus dem Basis- und Leistungskurs für Chemie die Gelegenheit, das Zuckerwerk Offenau der Süddeutschen Zucker-AG zu besichtigen.

Rottweil. Die Tour begann mit einer Präsentation über die allgemeine Zuckerproduktion, gefolgt von einer ausführlichen Besichtigung des Fabrikgeländes. Während der interessanten Führung von Frau Berner konnten die Schüler zunächst die Lieferung der Zuckerrüben sowie deren Waschung und Aussortierung beobachten. Trotz der morgendlichen Kälte war die Stimmung gut und das Interesse der Gruppe hoch.

Auf die äußere Kälte folgte die Wärme des Extraktionsraumes. Dort wurde die Gewinnung des Zuckers genau geschildert. Nach der Zerkleinerung der Zuckerrüben zu sogenannten Rübenschnitzeln wird mit heißem Wasser ein Zuckersaft ausgewaschen. Dieser Saft wird zunächst gereinigt, eingedampft und anschließend gekocht, sodass sich reine Zuckerkristalle bilden. Der fertige Zucker wird in großen Silos gelagert, bevor er verpackt und verschickt wird.

Die bei der Produktion entstandenen Nebenprodukte werden ebenfalls wiederverwendet. Der bei der Saftreinigung anfallende Carbokalk wird als Dünger verwendet, die Rübenschnitzel als Tierfutter. Diese Einblicke waren für alle Beteiligten eine wichtige Erfahrung. Berner konnte alle Prozesse sehr anschaulich erklären und sorgte mit ihrem Humor für gute Laune.

Die Schüler konnten abgesehen von dem Fabrikgelände auch einen kurzen Blick auf die Arbeitsplätze der Mitarbeiter werfen und wurden über die Ausbildungsstellen der Süddeutschen Zucker AG informiert. Die Aufmerksamkeit der Gruppe wurde anschließend mit einem großzügigen Mittagessen in der Kantine belohnt. Dort nannte Berner auch die Motivation hinter den angebotenen ausführlichen Schulführungen: Abgesehen von einer Anwerbung potentieller Azubis sei diese außerdem das Aufklären über Zucker: Dass dieser entgegen allgemeiner Warnungen nicht generell schädlich sei, sondern nur bei einer zu hohen Dosis der Gesundheit schade.

Die Teilnehmer der Chemiekurse hatten große Freude ihre theoretischen Kenntnisse durch Erfahrungen im Produktionsprozess zu bereichern und bedanken sich bei den kursführenden Lehrerinnen Petra Schad und Claudia Mende für die Organisation dieser lohnenswerten außerunterrichtlichen Veranstaltung, die den Blick weitet und Zusammenhänge deutlich werden lässt.

 

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