Dahinter steckt immer ein närrischer Kopf: Frank Huber (links) und Steve Frank bereiten den Narrentag 2017 vor. Foto: pm

Frank Huber ist zufrieden. Mehr als zufrieden. Seit bereits 18 Monaten wirbeln der Leiter des Unterausschusses Öffentlichkeitsarbeit und sein Team, um eine Kampagne für den Narrentag 2017 auf die Beine zu stellen, „die für Deutschland, ein Sommermärchen im WM-Jahr 2006, in nichts nachsteht“, meint Huber augenzwinkernd. Das erste Ergebnis ist knallig pink und sorgt seit der Fasnet für ausreichend Gesprächsstoff im Städtle.

„Unsere Idee war es, den Narrentag komplett transparent zu machen, gleichzeitig aber den Appetit darauf nach und nach immer größer werden zu lassen“, erklärt Huber. „So wie einst bei Deutschland, ein Sommermärchen.“ Schließlich gebe es dieses Groß­ereignis ja höchstens alle 14 Jahre einmal in Rottweil selbst. „Dabei steht das Brauchtum im Vordergrund und nicht die Kommerzialisierung eines Mega-Events“, betont Huber, der als Zunftschreiber Mitglied der Vorstandschaft ist. Dem bevorstehenden Narrentag ein Gesicht zu geben lautete dann auch der Auftrag an die Rottweiler Agenturen, die im Herbst 2014 in einem Auswahlverfahren zur Gestaltung der Narrentagkampagne gegeneinander angetreten waren.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen machte schließlich Jürgen Reiter mit seinen Entwürfen und der Wortmarke „Narradag“, die sich die Zunft gleich rechtlich schützen ließ. Die Entwürfe von Robert Hak und Andreas Dreher sowie das Konzept der Agentur Teufels hätten sich den zweiten Platz geteilt: „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, die Kreativen sind alle mit tollen Ideen an den Start gegangen“, so Huber. Mit dem Wortspiel „Narradag“, das auf das Ereignis selbst hinweist und gleichzeitig das Aufeinandertreffen der einzelnen Narren aus den Zünften des Viererbundes thematisiert, sollen später auch alle „Devotionalien“ rund um den Narrentag 2017 vermarktet werden, wobei nur die Zunft hierfür grünes Licht geben könne, so Huber.

Dass es inklusive des Haupt- und Sammlerplakats nun fünf Plakate geben wird, sei neu am Konzept der Rottweiler Narrenzunft: „So soll den Bürgersleuten auch klar werden, dass es uns ums Brauchtum geht, um ein Familienfest für Jung und Alt und für die Gäste, die aus Oberndorf, Elzach und Überlingen zu uns kommen werden.“ Das nächste Plakat liegt unterdessen schon im Haus 1 bereit: Im Mai soll es erscheinen und wird auch in den Verkaufsstellen Kirsner, Spitznagel, Wiest, Küchenkompetenzzentrum Kopf/Schmid wieder erhältlich sein. „Man darf also gespannt sein.“

Mit der Plakat-Kampagne erschöpft sich die Arbeit von Frank Huber und seinem Unterausschuss allerdings noch lange nicht: Die Homepage www.narradag.de werde von Steve Frank liebevoll gepflegt und sei sogar mobil tauglich. Wenn es Neuigkeiten rund um den Narrentag 2017 gebe, könnten diese dort nun abgerufen werden: „Wo immer man sich gerade befindet.“ Dennoch sei zusätzlich ein Infoheftchen geplant, das die aktiven Narren wie die Zuschauer über „wer, wo, wann, was“ aufkläre. Am Narrentag selbst müsse zudem die Presse betreut und mit Bildmaterial sowie Pressetexten versorgt werden, Sponsoren müssten geworben und Info-Tage in den einzelnen Städten geplant werden.

„Die Plaketten werden jetzt schon produziert“, sagt Huber und grinst. „Dafür hatten wir von der Zunft zum Glück genug Geld in der Kasse. Wir müssen hier mit einem immensen Geldbetrag in die Vorleistung gehen.“ Dass die Zunft selbst mit dem Narrentag aber nicht das große Geld verdienen werde, sei vielen gar nicht bewusst, so Huber, der nicht müde wird zu betonen, dass es eben nicht um den Kommerz gehe. „Die vier Nebenplakate sollen die Bürger dazu auffordern, sich aktiv einzubringen, so dass der Narrentag für Einheimische und Gäste ein unvergessliches Erlebnis wird.“

Infos unter www.narradag.de

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