Neue Parkscheinautomaten in der Innenstadt

Neue Parkscheinautomaten in der Innenstadt

SCHRAMBERG (him) –  Zwei neue Parkscheinautomaten hat die Stadt an zwei Innenstadtparkplätzen aufstellen lassen. Laut Tiefbauer Konrad Ginter waren die  bisherigen Automaten am Doblerparkplatz und am Mühlegraben so altersschwach, dass sie ersetzt werden mussten.

Die Automaten seien inzwischen mehr als 30 Jahre alt, so Ginter: „Da gibt‘s keine Ersatzteil mehr, die sind auch nicht umprogrammierbar, wenn sich die Parktarife ändern beispielsweise.“ Die beiden nun ersetzten Automaten werden als Ersatzteillager für die verbliebenen älteren Modelle „ausgemostet“. Nächstes Jahr sollen zwei weitere Automaten ausgetauscht werden. Die beiden in der Oberndorfer Straße würden im Zug der Straßensanierung ausgewechselt und 2018 sollte dann der letzte erneuert sein. Bei jährlich etwa 110.000 Euro Einnahmen aus Parkgebühren sei die Investition gerechtfertigt.

Die Parkscheinautomaten kosten etwa 5000 Euro pro Stück. Sie können auch mit Ein- und Zwei-Euro-Münzen gefüttert werden und Wechselgeld ausspucken. Die derzeit noch angebrachten Hinweise besagen zwar noch etwas anderes, sollen aber demnächst ausgetauscht werden. Einzelhändler hatten an den alten Automaten kritisiert, dass Kunden ihre Parkgebühren nicht mit Ein- oder Zwei-Euro-Münzen bezahlen können.

Ebenfalls müssen die neuen Automaten noch so geschaltet werden, dass auch schon vor 9 Uhr morgens, dem Beginn der Zahlpflicht, die Parkgebühren entrichtet werden können. Wie die bisherigen Automaten kommen die neuen auch ohne Stromkabel aus. Sie haben eine eigene Stromversorgung über Photovoltaikzellen. Der Strom wird in einer Autobatterie gespeichert.

Im Gemeinderat kam der Vorschlag, das Bezahlen auch mit Geld- oder EC-Karten und Smartphone zu ermöglichen. Ginter sieht beide Vorschläge eher kritisch. Da die Geldkarte sich nicht durchgesetzt habe und wohl 2018 abgeschafft werde mache die teure Ausrüstung dafür wenig Sinn. Bei der EC-Karte müsste ein Telefon- oder Handyanschluss im Automaten vorhanden sein. Der Kartenleser koste in der Anschaffung mehrere tausend Euro und zudem würden monatlich etwa 100 Euro Gebühren für einen Dienstleister anfallen, der dann die Gebühren einzieht. Bei maximal 80 Cent Parkgebühren in der Innenstadt sei das wirtschaftlich nicht vertretbar, findet Ginter.

Ähnlich skeptisch ist er beim Bezahlen mit Smartphone. Dazu müsste die Stadt ein Internetportal auswählen, die Autofahrer sich bei diesem Portal registrieren lassen, und die Gemeindevollzugsbediensteten in diesem Portal prüfen, ob der Autofahrer sein Auto auf diesem Parkplatz angemeldet und die Gebühren gezahlt hat. Unabhängig davon müssten aber auch die Automaten bereit stehen für diejenigen, die bar bezahlen. Bei den doch eher niedrigen Parkgebühren in Schramberg sei er nicht sicher, ob der Aufwand sich lohne, so Ginter. „In Stuttgart ist das was anderes.“

Seite 1 / 1
Quelle: NRWZ.de Рver̦ffentlicht am 9. Dezember 2015 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/neue-parkscheinautomaten-in-der-innenstadt-2/104597