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Montag, 28. September 2020

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Ortsvorsteher: Bewerbungsfristen abgelaufen

Hauptamtliche Posten wohl bis Frühjahr 2020 unbesetzt

SCHRAMBERG –  Nach der Nichtnominierung von Tennenbronns bisherigem Ortsvorsteher Lutz Strobel durch den Ortschaftsrat und dem Wechsel von Ortsvorsteherin Claudia Schmid in Waldmössingen auf die Stelle der Leiterin der Volkshochschule Schramberg sind beide hauptamtlichen Stellen unbesetzt. Und das dürfte auch noch mindestens bis Anfang nächstes Jahr so bleiben.

In Waldmössingen war ein erstes Besetzungsverfahren im Juli gescheitert, weil der eigentlich vorgesehene Bewerber für die Stelle unmittelbar vor der Sitzung des Ortschaftsrats abgesagt hatte. In Tennenbronn hatte es der Ortschaftsrat in zwei Sitzungen mit großer Mehrheit abgelehnt, Strobel erneut dem Gemeinderat zur Wahl vorzuschlagen. Strobel hatte wegen seiner E-Mail-Affäre und anderer Vorfälle das Vertrauen der Mehrheit verloren.

Mehrere Bewerbungen

Die Stadt hatte beide Stellen ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist ist am 15. August abgelaufen. Auf Nachfrage der NRWZ berichtet Oberbürgermeister Thomas Herzog, grundsätzlich gebe die Stadt keine Stellungnahmen zu laufenden Bewerbungsverfahren ab. „Ich kann Ihnen aber mitteilen, dass auf beide Stellen Bewerbungen eingegangen sind.“

Nun würden diese Bewerbungen zunächst von der Personalabteilung gesichtet und Vorstellungsgespräche geführt. „Wann diese stattfinden werden, kann ich Ihnen aktuell nicht sagen“,  so Herzog.

Neue OB sollte beteiligt sein

Solche Gespräche führen üblicherweise der Oberbürgermeister und die Personalverantwortliche im Rathaus, Ute Vogel. Da Oberbürgermeister Thomas Herzog bekanntlich nur noch bis Anfang Oktober im Amt ist, macht es sachlich wenig Sinn, wenn er die Auswahlgespräche noch führen würde.

Vermutlich wird dies also seine Nachfolgerin Dorothee Eisenlohr übernehmen. Das kann frühestens nach ihrem Amtsantritt am 4. Oktober geschehen. Nach einer solchen Vorauswahl wird dann eine erweiterte Kommission, an der auch die Gemeinderatsfraktionen beteiligt sind, die in die engere Auswahl gekommenen Bewerberinnen und Bewerber befragen.

Einen Wahlvorschlag könnten die Ortschaftsräte bestenfalls im November machen. Danach müsste der Gemeinderat die neuen Ortsvorsteher wählen. Bei einer üblichen Kündigungsfrist von drei Monaten für die erfolgreichen Bewerber dürften frühestens Anfang März 2020 Tennenbronn und Waldmössingen wieder hauptamtliche Ortsvorsteher haben.

Ehrenamtliche in der Pflicht

Bis dahin müssen die Ehrenamtlichen ran: Annette Jauch und Adrian Schmid in Waldmössingen und Manfred Moosmann und Patrick Fleig in Tennenbronn. Sie werden die laufenden Geschäfte führen. „Sie haben grundsätzlich die gleichen Befugnisse wie ein hauptamtlicher Ortsvorsteher“, so Herzog.

 

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