Schirling: “Der Fahrgast ist das Wichtigste”

Schirling: “Der Fahrgast ist das Wichtigste”

SCHRAMBERG (pm) – Heute am 16. Oktober feiert die Südbadenbus (SBG) ein dreifaches Jubiläum in Schramberg: 20 Jahre Busbahnhof, 20 Jahre KundenCenter der Südbadenbus und 20 Jahr Bernd Schirling als Leiter des Kundezentrums. SBG-Mitarbeiterin Ursula Rathgeber fragte ihren Kollegen nach Veränderungen und besonders schönen Erinnerungen.

Auch schon wieder 20 Jahre alt: Der zentrale Busbahnhof in Schramberg. Archiv-Foto: him
Auch schon wieder 20 Jahre alt: Der zentrale Busbahnhof in Schramberg.
Archiv-Foto: him

Herr Schirling, erinnern Sie sich noch an die ersten Arbeitstage an Ihrem neuen Arbeitsplatz in Schramberg?

Die eigentliche Eröffnung des Busbahnhof mit Festakt war bereits am Samstag, den 14. Oktober 1995, der erste richtige Arbeitstag war am Montag, 16. Oktober. Es war alles neu und manches war auch noch nicht ganz fertig. Auch die Computerprogramme waren erst in der Entstehungsphase. Wenn man da einen persönlichen Fahrplan erstellen konnte und die Fahrgäste nahmen dies dankbar an, dann war man schon richtig stolz drauf.

Welches waren Ihre Aufgabenschwerpunkte von Beginn an?

Ich hatte den Vorteil, dass es leichter war etwas neues zu starten, als in die “Fußstapfen” eines Vorgängers treten zu müssen. Durch die räumliche Nähe zu den weiterführenden Schulen, mit bereits damals mehr als 1100 Fahrschülern, war die Zusammenarbeit mit Schulleitungen, Schulträger, aber auch mit den Schülern selbst, besonders ausgeprägt. Dies hat sich bis heute nicht verändert. Es ist ein konstruktives Miteinander.

In Ihrem Büro haben Sie neben vielen Postkarten an den Wänden auch ein Plakat mit Bildern von einem “Fanclub”, was verbirgt sich denn dahinter?

Ja das war eine tolle Sache die sich von Beginn an einfach so ergeben hat. Fünf Jungs, Fahrschüler aus der 5. Realschulklasse, fanden den Busbahnhof und das kleine Büro so cool, dass sie je nach Stundenplan fast täglich kurz hallo sagten. Sie stellten ihre Schultaschen ab und als Gegenleistung erledigten sie kleine Botengänge. Im weiteren Verlauf bekamen sie eigene SBG-T-Shirts. Unvergesslich auch die Einladung der Geschäftsleitung nach Freiburg, wo ich mit den Schülern die Geschäftsleitung, den Betriebshof mit  “Doppeldecker” und den Weihnachtsmarkt besuchen durfte. Anschließend fuhren wir mit dem Linienbus der Linie 1066 wieder durchgehend nach Schramberg. Meines Wissens war es der erste und einzige SBG- Fanclub. Nach Schulabschluss, fünf Jahre später, trennten sich die Wege. Groß war dann die Freude, als ich nach zwölf Jahren zu meinem 40. Dienstjubiläum, von diesen “Jungs” eine Glückwunschkarte bekam. Aus der Presse hatten sie von meinem Jubiläum erfahren.

Wenn Sie auch noch in den gleichen Räumen wie vor 20 Jahren sind, so hat sich doch an Ihrem Aufgabengebiet einiges geändert. Können Sie dies kurz beschreiben?

Ich denke wie in den meisten Betrieben ist in den letzten fünf Jahren alles viel schnelllebiger geworden. Darüber hinaus haben sich auch einige interne Arbeitsprozesse verändert. Während wir früher auch die Fahrerabrechnungen verbucht haben, erfolgt dies nun zentral in der Niederlassung in Villingen. Anderseits nehmen die Bearbeitungen von Verkehrslenkungsmaßnahmen wie Umleitungen und Baustellen einen immer größeren Raum ein.

Wo liegt Ihre Motivation auch für die weiteren Jahre das Bestes zu geben?

Es mag sich etwas naiv anhören, aber es ist so, statt nur Zahlen und Ergebnisse im Mittelpunkt zu sehen, gilt für mich wieder der einzelne Fahrgast mit all seinen Wünschen und Anliegen als das Wichtigste. Wenn zum Beispiel wie dieser Tage bei der “Bus-Schule” geschehen, ein Kind spontan zu mir kommt, die Hand gibt und sagt: “Danke, das war toll, was Sie gemacht haben”, dann liege ich offensichtlich nicht ganz falsch.

Wie sehen Ihre beruflichen Wünsche für die nächsten Jahre aus?

Ich hoffe insbesondere, dass wir von größeren Unfällen verschont bleiben. Intern hoffe und wünsche ich mir, dass die gewachsene Struktur mit KundenCenter, Niederlassung und Geschäftsleitung weitgehend erhalten bleibt. In diesem Zusammenhang auch mein besonderer Dank an alle Kollegen, draußen in den Bussen, in der Niederlassung Villingen sowie in der Geschäftsleitung. Es war stets ein gutes Miteinander und dies wünsche ich mir auch für die Zukunft.

Die Fragen stellte Ursula Rathgeber (SBG).

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 16. Oktober 2015 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/schirling-der-fahrgast-ist-das-wichtigste/100513