Schrambergs SPD trauert um Antje Huber

Antje Huber (von links) im Gespräch mit Ergun Can und Mirko Witkowski. Das Foto entstand im Juni 2013. Foto: Monika Rudolf

SCHRAMBERG/TENNENBRONN/ESSEN (pm) -Wie erst jetzt bekannt wurde, ist die ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, Antje Huber, in der Nacht zum 30. September im Alter von 91 Jahren in Essen gestorben.

Mit der Schramberger SPD pflegte sie laut einer Pressemitteilung „einen jahrzehntelangen freundschaftlichen Kontakt, der zuletzt insbesondere von Monika Rudolf und Mirko Witkowski gepflegt wurde.“  Antje Huber hatte bis zuletzt im Feriendorf in Tennenbronn ein Ferienhaus, in das sie ein bis zwei Mal im Jahr kam.

Das Treffen mit Schramberger SPD-Mitgliedern war ihr wichtig und zwischenzeitlich zu einer lieben Gewohnheit geworden. Mirko Witkowski und Monika Rudolf beschreiben Antje Huber als ebenso sympathisch wie resolut, bestens informiert und sehr gut vernetzt.

Wenn Antje Huber von ihren Begegnungen und der Zusammenarbeit mit Willy Brandt, Helmut Schmidt und Herbert Wehner berichtete, waren das unglaublich interessante Gespräche, berichten die Schramberger Sozialdemokraten. Doch auch in der Tagespolitik sei sie ständige auf dem laufenden und bestens informiert gewesen.

Im vergangenen Bundestagswahlkampf war sie auch eine wichtige Ratgeberin für den damaligen SPD-Kandidaten im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen, Ergun Can.

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Antje Huber hat zunächst als Journalistin gearbeitet. Über die Kommunalpolitik in Essen kam sie durch ihr Engagement in der nordrheinwestfälischen Landes-SPD 1975 in den Deutschen Bundestag. Ministerin wurde sie 1976. Mit dem sechsmonatigen Mutterschutz, der Arbeitsplatzgarantie, dem Kündigungsschutz und einem Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende erreicht sie damals eine ganze Menge. 1982 trat sie zurück, weil das Kindergeld gekürzt werden sollte.

Die Schramberger SPD verliere eine gute Freundin, die bei den örtlichen Genossen ganz selbstverständlich dazu gehörte, heißt es abschließend in der Mitteilung.