Stadtverwaltung nach Verbot von Besenwirtschaften in der Kritik

Stadtverwaltung nach Verbot von Besenwirtschaften in der Kritik

Die Stadt Rottweil wird während dieser Fasnet keine Besenwirtschaft oberhalb des Schwarzen Tores genehmigen. Das hat Ordnungsamtsleiter Jörg Alisch auf Anfrage erklärt.

Als Gründe nannte der Ordnungsamtsleiter „die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen Belastungen der Nachbarschaft wegen Überfüllung, Lärm oder unzureichender Toilettenversorgung“ (die NRWZ hatte vergangenes Jahr berichtet). Zudem seien ohnehin im dortigen Bereich schon „sehr viele Gastwirtschaften vorhanden“.  Während und nach der vergangenen Fasnet habe es eine Vielzahl von E-Mails, Briefen und Protestanrufen der Anwohner gegeben.

2015 hatten drei Besenwirtschaften im Bereich Neutor-, Waldtor- und Flöttlinstorstraße geöffnet, unter anderem der „Hezelkessel“ und der „Gigantische Guller“. Nachdem die Betreiber jetzt von der Absicht der Stadt erfahren hatten, übten vor allem jüngere, aber auch ältere Menschen per Facebook Kritik an der Stadtverwaltung. Unter anderem hieß es: „Wenn die Stadtverwaltung nur noch Greise als Bewohner möchte… Bitteschön!

Ordnungsamtsleiter Alisch betont indes: „Als Stadtverwaltung haben wir an oberster Stelle den Auftrag, einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Anliegen und Interessen der Bevölkerung herzustellen. Dazu gehört auch der Anwohnerschutz.“

Wieviele und welche Besenwirtschaften man für die Fasnet 2016 genehmige,  werde man „in den nächsten Tagen nach der üblichen Besprechung mit der Narrenzunft klären“.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 11. Januar 2016 von Lothar Häring (här). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/stadtverwaltung-nach-verbot-von-besenwirtschaften-in-der-kritik/106445