Die Telekom will ihr Netz im Vorwahlbereich 07402 und 07403 ausbauen. Zugleich verspricht das Unternehmen, das Surftempo erhöhen zu wollen.

Rund 2600 Haushalte in Dunningen mit den Ortsteilen Lackendorf und Seedorf sollen bis Ende 2017 schnelles Internet bekommen. Das versprach der magentafarbene Riese am Mittwoch. Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sei, so die Telekom. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud werde bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

„Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig“, sagt Peter Schumacher, der als Amtsverweser von Dunningen derzeit die Geschäfte des Bürgermeisters führt, laut der Mitteilung der Telekom. „Deshalb freuen wir uns, dass die Gemeinde in 2017 vom Landkreisprojekt profitiert. So wird unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver.“

„Wir bringen Jahr für Jahr mehr Menschen ins schnelle Internet als jedes andere Unternehmen“, sagt Bernhard Ginter, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Dafür investieren wir allein in Deutschland jährlich bis zu vier Milliarden Euro in den Netzausbau.“

So kommt das schnelle Netz ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen.

Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

 

6 Kommentare

  1. Jetzt steht’s fest: Den Bock mit der Vorwahl haben wohl wir geschossen. Dunningens Amtsverweser hat uns die Original-Vorlage zugesandt. Bei der Telekom ist diese nicht mehr zu finden. Klar ist: Der Ausbau betrifft auch Seedorf. Also 07403 und 07402.

  2. Schön dass Möchtegern-Bürgermeister Schumacher mal wieder nur die Dunningen Interessen vertritt. Seedorf profitiert wie schon erwähnt von diesem Ausbau NULL. Bravo Herr Bürgermeister aus Dunningen.

    • Lieber Herr Weber,

      selbstverständlich werden im Rahmen des
      Landkreisprojekts zum Breitbandausbau der Kreisgemeinden im kommenden
      Jahr alle drei Ortsteile der Gemeinde Dunningen ausgebaut. Ihre Aussage,
      dass Seedorf vom Ausbau nicht profitiert, ist insofern falsch. Der
      Passus in diesem NRWZ-Artikel bezüglich des „Vorwahlbereichs 07403“
      stammt im Übrigen nicht aus der Original-Pressemitteilung.

      Herzliche Grüße

      Ihr „Möchtegern-Bürgermeister“

      • Lieber Herr Schumacher,

        herzlichen Dank für die Prüfung und die Antwort. Mit der Antwort von Herrn Arnegger dazu ist das Problem ja nun gelöst und die Verwirrung behoben. Wäre ja nicht das erste Mal, dass man Ortsteile abhängen will – zumal es sich hier um eine völlig andere Vermittlungsstelle (Standort Winzeln) handelt als bei Dunningen/Lackendorf (Standort Dunningen) und die Telekom damit 2 VSt ausbauen muss. Man darf also gespannt sein, ob der Plan wirklich so umgesetzt wird.

        Das „Ihr“ ist im Übrigen falsch, aufgrund Befangenheit werden Sie leider auch nie mein Bürgermeister sein können. ;-)

        Viele Grüße
        Weber

  3. Seit wann hat Seedorf denn das Vorwahlnetz 07403? Hat die NRWZ wieder einmal einfach Pressemeldungen kopiert und nicht hinterfragt? Schade.
    Mit anderen Worten: Die Meldung ist Müll.

    • Woher die „07403“ stammt, können wir nicht mehr nachvollziehen. Laut Amtsverweser Schumacher nicht aus der Original.-Pressemitteilung. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass wir es reingedichtet haben. Aber – wer weiß? Werde beide betroffenen Vorwahlen aufnehmen.

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