Tierheim arbeitet mit Notfallplan

Tierheim arbeitet mit Notfallplan

ROTTWEIL – Im Tierheim am Eckhof gilt in Corona-Zeiten ein Notfallplan, die Mitarbeiter sind immer nur in festen Zweierteams vor Ort, und Besuche gibt es nur in Ausnahmen. „Wir versuchen so die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten“, sagt Günther Hermus, Vorsitzender des Tierschutzvereins.

„Wenn die Mitarbeiter krank würden, wer würde dann die Tiere versorgen?“ So sind vormittags eine Angestellte und eine Auszubildende im Einsatz, die die Tiere füttern und die Boxen reinigen, das zweite Team kümmert sich nachmittags darum, dass die Hunde beschäftigt sind und ihren Auslauf haben. Das funktioniert auch mit noch wenigen Gassi-Gehern von außen, und die bekommen die Hunde sozusagen in den Hof geliefert, wo die Mitarbeiter sie anleinen und sich dann zurückziehen, dass die Gassigeher die Hunde holen können.

Auch Futterspenden oder solche mit Katzenstreu, die das Tierheim braucht, werden nur noch vor das Tor gestellt. Hermus macht auch klar, dass die Mitarbeiter derzeit kaum in der Lage sind, ans Telefon zu gehen. Wer etwas zu melden habe, solle eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, man rufe baldmöglichst zurück. Dabei darf es gern auch um Meldungen gehen, dass jemand irgendwo verwilderte Katzen gesehen hat. Denn die bekommen jetzt gerade ihre Jungen, und daher steht man eigentlich mitten in der Kastrationszeit.

Hier wolle man unbedingt weitermachen, so Hermus, auch wenn das derzeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich sei. Dies gilt natürlich auch für die Vermittlung von den Tieren im Tierheim, die aber weitergeht. Hermus stellt klar: Tiere können Corona nicht übertragen, auch wenn hier andere Gerüchte im Umlauf seien. Und es gibt noch mehr gute Nachrichten: Auch der Bau des Katzenhauses gehe weiter, „wir machen hier viel in Eigenleistung.“

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 7. April 2020 von Moni Marcel (mm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/tierheim-arbeitet-mit-notfallplan/260485