Waldmössingen im Ersten Weltkrieg

Waldmössingen im Ersten Weltkrieg

WALDMÖSSINGEN (pm) – Die Ausstellung „Waldmössingen im Ersten Weltkrieg“ neigt sich ihrem Ende entgegen und ist am Volkstrauertag letztmals im „Zigeunerhäusle“ zu sehen.  

„Ein Stückchen Heimat“ war das „Zigeunerhäusle“ bereits für Ernst Frey (1898 bis 1972), als er von dem Gebäude im Jahr 1925 eine Zeichnung für seine „Jugenderinnerungen“ anfertigte, die aus einem Märchenbuch stammen könnte. Auf der Zeichnung hielt er auch die Witwe Kunigunde Storz (1844 bis 1923) für die Nachwelt fest, die das kleine Gebäude in der Vorstadtstraße bis zu ihrem Tod bewohnt hatte. 

„Ein Stückchen Heimat“ ist das „Zigeunerhäusle“ auch heute wieder für seine zahlreichen Besucher, die hier etwas über die Geschichte von Waldmössingen erfahren können. Nach mühevoller Renovierung durch einige vorbildlich engagierte junge Leute aus dem Förderverein zur Heimatpflege Waldmössingen hat sich das historische Gebäude von einer unbeliebten Schrottimmobilie zu einem liebenswerten Schmuckstück gewandelt, das sich wieder mit neuem Leben füllt. Durch überörtlich ausstrahlende Ereignisse wie die Ausstellung „Waldmössingen im Ersten Weltkrieg“ ist das „Zigeunerhäusle“ mittlerweile sogar zu einem Botschafter und Schaufenster des Stadtteils Waldmössingen geworden und soll mit der Konzeption „Gedenkstätte – Heimathaus – Treffpunkt“ in den nächsten Jahren auch weiterentwickelt werden. 

Mit der Resonanz auf die Ausstellung „Waldmössingen im Ersten Weltkrieg“ ist die Projektgruppe um Stadtarchivar Carsten Kohlmann, Kuratorin Hilde Kimmich und Heimatforscher Franz Dilger sehr zufrieden. Zahlreiche Bürger aus Waldmössingen und viele Gäste aus der Umgebung haben die Ausstellung besucht. In einigen Familien regte die Ausstellung zu einer eigenen Spurensuche an, bei der oft jahrzehntelang kaum mehr beachtete Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke wieder ans Tageslicht kamen.

 Zum Abschluss der Ausstellung laden der Förderverein zur Heimatpflege Waldmössingen und das Stadtarchiv Schramberg am Volkstrauertag, den 16. November, um 19 Uhr im katholischen Gemeindezentrum zu einer Lesung aus dem Kriegstagebuch von Ernst Frey ein, aus dem Karlheinz Kirchherr einige ausgewählte Passagen vortragen wird.

 Info: Die Ausstellung „Waldmössingen im Ersten Weltkrieg“ im Zigeunerhäusle (Vorstadtstraße 2) ist am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen im Internet unter: http://heimatpflege-waldmoessingen.de/

 

 

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 11. November 2014 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/waldmoessingen-im-ersten-weltkrieg-3/75455