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Schöner wohnen, schöner arbeiten in Waldmössingen

(Anzeige). Ein Gespräch mit dem neuen Ortsvorsteher Markus Falk über Vergangenes und Zukünftiges Seit 1971 gehört Waldmössingen zu Schramberg...

Schuler Präzisionstechnik – Tag der Ausbildung am Freitag, 10. Juli 2020 und am Samstag, 11. Juli 2020

(Anzeige). Am Freitag und Samstag, 10. / 11. Juli findet bei Schuler Präzisionstechnik in Gosheim wieder der „Tag der Ausbildung“ statt. Dabei...

Ab heute: „Outlet-Tage“ und Schnäppchenmarkt in Rottweil

(Anzeige). Ab dem heutigen Mittwoch, 1. Juli, gilt's: Dann sinkt die Mehrwertsteuer - Shopping wird günstiger. Das wird Anreize zum Einkaufen schaffen....

Das prüfen Banken vor der Baufinanzierung

(Anzeige). Von Bonität bis Verkehrswert – wer eine Immobilie finanzieren will, sollte sich am besten schon vor dem Gespräch mit dem Baufinanzierungsberater...

Ab mit dem Auto und fit in den Urlaub

(Anzeige). Eis, Spaghetti, Sonne und Meer – viele Deutsche wünschen sich nach der Corona-Krise nichts sehnlicher als einen Urlaub in Italien. Jetzt...

Lieber zum Sachverständigen gehen als vor Gericht ziehen

(Anzeige). Nicht selten sind über den Zeitraum mehrerer Jahre zudem mehrere Vorsitzende Richterinnen oder Richter beteiligt, was den Vorgang nicht einfacher macht....
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Montag, 6. Juli 2020
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    Wie gründet man eine Zeitung?

    Kleine Chronik des Projekts Neue Rottweiler Zeitung - NRWZ

    Als am 27. November 2004 die erste gedruckte NRWZ zum Wochenende erschien, lagen hinter den Machern Wochen voller Diskussionen und Emtscheidungen. Mit dieser Chronik blicken wir auf die Tage vor der Premiere zurück.

    Die „Schwäbische Zeitung“ wurde in Schramberg zu Grabe getragen.

    Ende Januar 2004: Die Lokalausgabe der „Schwäbischen Zeitung” in Rottweil und Schramberg wird dichtgemacht. In Rottweil stirbt damit der „Volksfreund”, die älteste Zeitung der Stadt, in Schramberg das „Schwarzwälder Tagblatt”. Das ist hart für die Mitarbeiter und traurig, hatte sich aber abgezeichnet. Was mehr noch ins Mark trifft, ist der Eindruck, dass das Thema totgeschwiegen wird: In der lokalen Presse, der scheidenden wie der verbleibenden, erscheinen nur ein paar glatte Zeilen. Zumindest bei der SZ sind sie von oben dekretiert und faktisch mit einem Maulkorb für die Redaktion verbunden. Pressefreiheit? Die scheint zumindest vom Interesse der Verlage nicht ganz frei zu sein. Seltsam, dass kaum ein halbes Jahr später in Trossingen und Spaichingen Lokalausgaben liquidert werden – und diesmal der andere der beiden Verlage zum Monopolisten wird.

    Demonstration in Rottweil.

    Aber ganz geräuschlos lässt sich das alles doch nicht abwickeln. Zwei Dutzend Bürger finden sich zusammen, geben dem Ärger eine Stimme, organisieren den Protest. Eine Unterschriftenliste kursiert, in den letzten Januartag prasseln Hunderte E-Mails, Faxe und Briefe auf die Verlagsbosse ein. Parallel wird im Internet über die Schließung und ihre Umstände informiert. Sogar die SWR-Landesschau berichtet. Am letzten Arbeitstag der Redaktionen gibt es in Rottweil eine stattliche Demonstration, in Schramberg wird das „Tagblatt” symbolisch zu Grabe getragen.

    Februar: Der Tatkraft folgt Ernüchterung. War es das? Gibt es Chancen, wieder eine zweite Zeitung zu etablieren? Zumindest im Internet reißt der Faden nicht ab. Engagierte stellen aktuelle Berichte ein. Die Protest-Plattform beginnt, sich zu einer Art Internet-Zeitung zu wandeln.

    März: In weiteren Treffen und Diskussionen reift die Idee, der Zeitungsbewegung und der Berichterstattung im Internet ein Fundament zu geben. Deshalb gründen am 15. März 33 Leute einen Verein, dessen Name klar benennt, was sie anstreben: eine „Neue Rottweiler Zeitung”. Am 20. März erscheint eine erste Probeausgabe. Zweimal muss nachgedruckt werden, die Leute reißen uns die 1000 Exemplare fast aus der Hand.

    Aktuelle Stellenanzeigen auf NRWZ.de:

    April/Mai: Am 10. April und 5. Mai folgen zwei weitere Ausgaben. Umfang und Auflage steigen, Vereinsmitglieder falten stundenlang die Exemplare. Sympathien und Erwartungen in der Bevölkerung scheinen hoch, die Geduld aber endlich. Ein rascher Erfolg zeichnet sich freilich nicht ab. Was ist tatsächlich machbar? Eine Tages-, eine Wochenzeitung, ein Monatsmagazin? Wie bekommt man Idealismus und Realitäten auf einen Nenner? Modelle zu Kooperationen oder dem Einstieg anderer Verlage in Rottweil fruchten letztlich nicht.

    Juli: Wäre eine Genossenschaft eine Basis für eine neue Zeitung? Ein Gespräch beim Genossenschaftsverband in Stuttgart ernüchtert: Dieser Tanker wäre viel zu teuer und schwerfällig.

    August/September: Die Sache stockt. Deutlich wird: Wenn das Projekt nicht in den nächsten Wochen an den Start geht, sinken die Chancen rapide. Zeitgleich mausert sich NRWZ online beträchtlich und zieht täglich bereits mehr als 500 Leser an.

    Oktober: Die Würfel sind gefallen: Es wird eine gratis verteilte Zeitung zum Wochenende geben. Die Kalkulation zeigt, dass es besser ist, durch eine hohe Auflage für Anzeigenkunden attraktiv zu sein als auf Abonnenten zu setzen.

    November: Fieberhaft wird am Konzept gefeilt. Was soll alles in die künftige Zeitung hinein? Wie soll sie aussehen? Wie managt man das Anzeigengeschäft? Und und und… Vor-Ort-Termin in der Druckerei. Zur Gründung der GmbH am 5. November liegt bereits eine Nullnummer vor. Mails am laufenden Band, die Köpfe rauchen, wer braucht schon Schlaf? Dann, am 27. November 2004 halten wir sie tatsächlich in Händen, die erste NRWZ zum Wochenende! Glücksgefühle und fast ungläubiges Staunen: Wir haben tatsächlich eine Zeitung gegründet.

     

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