Wirtschaftswunder Klassik: Faszinierendes Open-air-Museum in der H.A.U.

Wirtschaftswunder Klassik: Faszinierendes Open-air-Museum in der H.A.U.

Ein kleines Jubiläum feierte am Wochenende das Auto- und Uhrenmuseum Erfinderzeiten im Gewerbepark H.A.U. in Schramberg. Das Museum ist jetzt fünf Jahre alt und zum fünften Mal schufen Harald Burger und sein Team „ein Freilichtmuseum für klassische Fahrzeuge.“ Und dabei gab‘s eine Premiere: Es war die erste Wirtschaftswunder-Klassik bei richtig schönem Wetter.

Etwa hundert Wirtschaftswunderklassiker waren zu bewundern.
Etwa hundert Wirtschaftswunderklassiker waren zu bewundern.

SCHRAMBERG (him) – In der stilvollen Kulisse der ehemaligen Hamburg Amerikanischen Uhrenfabrik, kurz H.A.U., kamen die gut hundert Oldtimer aus nah und fern auf zwei, drei, vier und mehr Rädern richtig groß raus.

Für manche war es fast zu warm, die Kühler versagten beim ein oder anderen Oldtimer den Dienst.

Um 10.30 Uhr begann das Unterhaltungsprogramm mit „Solo-Südländer“, der mit italienischen Schlagern das Publikum unterhielt. Die Villinger Puppenbühne und Zauberer Pfiffikus amüsierten ihr überwiegend ganz junges Publikum.

Dieter Sirringhaus alias Bello, Kasperle, Zauberer Pfiffikus----
Dieter Sirringhaus alias Bello, Kasperle, Zauberer Pfiffikus…

Wirtschaftswunder Klassik 2015 dk 300815 (12)
Das “Bonjour-Kathrin”-Team posiert für die Fotografen.

Um 13 Uhr und 16 Uhr präsentierten Claudia Schill und ihre Band noch einmal Ausschnitte aus ihrer am Abend zuvor umjubelten Musikrevue „Bonjour Kathrin“ mit Liedern von Caterina Valente und ihres Bruders Silvio Francesco.

Wirtschaftswunderklassik Thomas decker dk 2015 (76) 300815
Ein Renault aus den 30er Jahren.

Bei zwei Fahrzeugparaden erzählten die teilnehmenden Fahrer von ihren Lieblingen. Heiko Auber aus Mariazell hatte einen DKW IFA F8 dabei, ein Auto das in der DDR gebaut wurde. Das einzige noch existierende Exemplar eines Renault Celta Quadre aus einer Vorserie hatte Fritz Sprenger nach Schramberg gebracht.

Eine außergewöhnliche Geschichte hatte auch Sebastian Hobbe aus Hochmössingen zu seinem GAZ Geländewagen. Der diente nämlich zwei DDR-Bürgern als Fluchtfahrzeug.

Natürlich durften die Kleinwägelchen nicht fehlen, einige Fiat 500 waren gekommen, ein seltener Kleinschnittger von Karl-Heinz Thomann aus Albstadt fuhr mit Anne Herzog als Beifahrerin vorbei. Einen Zündapp Janus hatte Rolf Dreher aus Winterlingen mitgebracht. Besondere Motorräder zeigte eine Gruppe aus Strasbourg: Etwa ein Dutzend amerikanische Indians donnerten durchs Gelände.

Todschick: Eine Gruppe mit "Indian" Motorrädern aus dem Elsass.
Todschick: Eine Gruppe mit “Indian” Motorrädern aus dem Elsass.

Wirtschaftswunder Klassik dk 2015 300815 (9)
Manfred Schmutz auf seiner Imperia aus Bad Godesberg.

Mit einer Imperia aus dem Jahr 1927, gebaut in Bad Godesberg,  war Manfred Schmutz, stilecht gekleidet, aus Göllsdorf gekommen. Motorrad und Fahrer waren echte Hingucker.

Wirtschaftswunder Klassik 15 RM dk 300815 (6)
“Ein Porsche Carrera kostet?” – “Zwei Ehefrauen!”

Bei den neueren Autos waren sowohl der Opel Manta als auch der Ford Capri vertreten. Für Aufsehen sorgten die Amischlitten Ford Thunderbird von Dietmar Lück aus Durchhausen und die Corvette von Dieter Koch aus Schura, beide knallrot, beide chromglänzend bis unter die Motorhaube. Auch ein Porsche Carrera beeindruckte. Besonders aber die Auskunft des Eigentümers: „Zwei Ehefrauen“, als er gefragt wurde, was der Wagen ihn denn gekostet habe.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 31. August 2015 von NRWZ-Redaktion Schramberg. Erschienen unter https://www.nrwz.de/artikel/wirtschaftswunder-klassik-faszinierendes-open-air-museum-in-der-h-a-u/97143