Der Testturm wächst – und zieht Menschen in Scharen an

Scharenweise: Sonntagsbesuch an der Testturmbaustelle. Foto: Uwe Nester

Um 3,6 Meter pro Tag wächst der thyssenkrupp-Test­turm pro Tag empor – das lockt Besu­cher an. Zumal bei dem schö­nen Wet­ter. NRWZ-Leser Uwe Nes­ter hat sich auf der Bau­stel­le, an der auch Deutsch­lands höchs­te Aus­sichts­platt­form ent­steht, umge­se­hen. Unter­des­sen berei­ten sich Stadt­ver­wal­tung und thyssenkrupp dar­auf vor, das Pro­jekt ange­mes­sen zu ver­mark­ten.

Der Testturm auf dem berner Feld wächst - bei Nacht und bei Tag (siehe Bildergalerie).
Der Test­turm auf dem Ber­ner Feld wächst – bei Nacht und bei Tag (sie­he Bil­der­ga­le­rie). Fotos: Uwe Nes­ter

Rott­weil (gg). Wochen­en­de auf der Test­turm­bau­stel­le. Kei­ne Zeit, sich aus­zu­ru­hen. Die einen trei­ben den Turm vor­an, damit der wie geplant noch im kom­men­den Som­mer sei­ne end­gül­ti­ge Höhe erreicht und dann weit­hin sicht­bar sein wird. Die ande­ren schau­en zu. Scha­ren­wei­se. Der Test­turm, gera­de im Bau, lockt Men­schen an.„Am Sonn­tag waren vie­le inter­es­sier­te Besu­cher auf der Bau­stel­le, die das schö­ne Wet­ter für einen Blick auf den Turm genutzt haben”, berich­tet NRWZ-Leser-Foto­graf Uwe Nes­ter. Er war tags zuvor auch nachts auf der Bau­stel­le, um den ent­ste­hen­den Turm zu foto­gra­fie­ren (sie­he Bil­der­ga­le­rie).

Rottweil, die Stadt der Türme. Das vermittelt eine Infobox, die am Fuße des Kapellenturms steht, und die auf die Bauphase einstimmt, in der der neue testturm auf dem Berner Feld weithin sichtbar werden wird. Foto: Andreas Linsenmann
Rott­weil, die Stadt der Tür­me. Das ver­mit­telt eine Info­box, die am Fuße des Kapel­len­turms steht, und die auf die Bau­pha­se ein­stimmt, in der der neue test­turm auf dem Ber­ner Feld weit­hin sicht­bar wer­den wird. Foto: Andre­as Lin­sen­mann

Zugleich ist in der Stadt­mit­te, am Kapel­len­turm, die Info­box umge­stal­tet wor­den. Die Info­box auf dem Kapel­len­hof, die die Rott­wei­ler bereits im Schweiz-Jahr für ein Pro­jekt begeis­tern soll­te, wird nun für den Turm genutzt.

Die Info-Offen­si­ve soll ein­stim­men auf die Bau­pha­se, in der der Turm rasch ins all­ge­mei­ne Sicht­feld rücken und bin­nen Wochen zum domi­nie­ren­den Fak­tor der Stadt­sil­hou­et­te wer­den wird.

In der Info-Box wirbt die Stadt im Rah­men ihres Mar­ke­tings dafür, das als Fort­schritt zu begrü­ßen. Auf der einen Sei­te wird der Jahn-Turm mit sei­nen 245 Metern in eine Linie mit Rott­wei­ler Tür­men gestellt – vom Hoch­turm (54 Meter), über das Schwar­ze Tor (28 Meter), den Kapel­len- (70 Meter) und den Pul­ver­turm (15 Meter), den Turm des Hei­lig Kreuz-Müns­ters (71 Meter) und den Was­ser­turm (47 Meter), bis zu dem der Auf­er­ste­hung Chris­ti Kir­che (38 Meter).

Die Gra­fik legt nahe, der Test­turm sei die Voll­endung der Rott­wei­ler Geschich­te. Auf der Rück­sei­te gibt es vom Bau­herrn thyssenkrupp Infor­ma­tio­nen zum Turm, der als „Blick­fang, Weg­be­rei­ter, Besu­cher­ma­gnet“ und „ech­tes Mam­mut­pro­jekt“ prä­sen­tiert wird. Das unter­mau­ert man unter ande­rem mit dem Ver­gleich, dass sei­ne 40.000 Ton­nen Gewicht etwa dem ent­spre­chen, was 8000 afri­ka­ni­sche Ele­fan­ten zusam­men auf die Waa­ge brin­gen.

Die Box ist Teil eines Mar­ke­ting­plans, den die Stadt­ver­wal­tung kom­men­den Mitt­woch in einer Gemein­de­rats-Aus­schuss­sit­zung vor­stel­len will.