Dunninger Thementage 2015 „Kunst und Kultur“ haben begonnen

Stargast und Gastgeber: Prof. Werner Mezger (links) und Dunningens Bürgermeister Dr. Stephan Kröger. Fotos: Fritz Rudolf
Stargast und Gastgeber: Prof. Werner Mezger (links) und Dunningens Bürgermeister Dr. Stephan Kröger. Fotos: Fritz Rudolf

Mit der gest­ri­gen Auf­takt­ver­an­stal­tung mit Gast­red­ner Prof. Dr. Wer­ner Mez­ger zum The­ma „Hei­mat und Kul­tur im länd­li­chen Raum“ sind die The­men­ta­ge, wel­che unter dem Mot­to „Kunst und Kul­tur“ ste­hen, offi­zi­ell eröff­net wor­den. Bei­trag mit Bil­der­ga­le­rie.

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Bil­der­ga­le­rie vom The­men­ta­ge-Auf­takt in Dun­nin­gen – kli­cken Sie hier.

Dun­nin­gen (fr). „Die The­men­ta­ge sind her­aus­ra­gen­de Ereig­nis­se für unse­re Gemein­de und dar­über hin­aus. Sie zeich­nen sich durch eine Viel­zahl von hoch­ka­rä­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen aus. In die­sem Jahr wid­men sich die The­men­ta­ge zehn Tage lang der Kunst und der Kul­tur“, so Bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Krö­ger in sei­ner Begrü­ßungs­re­de, zu wel­cher er auch zahl­rei­che Bür­ger in der Dun­nin­ger Fest­hal­le begrü­ßen konn­te. In Sachen Bil­dung und Erzie­hung, aber auch was den Kunst- und Kul­tur­be­reich betref­fe, habe Dun­nin­gen etwas zu bie­ten. Auch tra­gen Kunst und Kul­tur zur Wei­ter­ent­wick­lung der per­sön­li­chen Iden­ti­tät bei, so der Schul­tes wei­ter.

Musi­ka­lisch eröff­net und beglei­tet wur­de die Ver­an­stal­tung von den String Club Play­ern der Musik­schu­le Dun­nin­gen unter der Lei­tung von Gud­run Lott.

Prof. Dr. Wer­ner Mez­ger mach­te die bei­den Begrif­fe Hei­mat und Kul­tur zum The­ma sei­ner Aus­füh­run­gen. Bereits ein­gangs wür­dig­te er die musi­ka­li­schen Bei­trä­ge der Musik­schü­ler als Aus­prä­gung von Kul­tur. Anschlie­ßend ging er der Fra­ge nach: Was ist Hei­mat – was bedeu­tet sie – wo liegt sie? Sein Fazit: Hei­mat ist ein Kon­strukt in unse­ren Köp­fen. Die Loka­li­sie­rung von Hei­mat sei schwie­rig; sie sei da, wo man das Ver­trau­te fin­de. Hei­mat rea­li­sie­re sich, so wie wir sie uns vor­stel­len. Hei­mat sei aber auch gestalt­bar. Hei­mat sei die Ant­wort auf Glo­ba­li­sie­rung.

Der Begriff Kul­tur sei weit gefasst. Nicht nur Goe­the und Schil­ler, auch die Beat­les oder der Gro­schen­ro­man gehö­re dazu. Kul­tur erle­be unter­schied­li­che Ansprü­che – Kul­tur als Kon­trast zur Natur?! Wie wir uns klei­den und wie wir woh­nen, da fan­ge Kul­tur an. Dies beru­he auf Kon­ven­tio­nen in unse­ren Köp­fen.

Die drei Kul­tur­di­men­sio­nen Zeit (his­to­risch), Raum (geografisch)und Gesell­schaft (sozial)bezeichnete Mez­ger als ganz ent­schei­dend. Kul­tur grei­fe in alle unse­re Lebens­be­rei­che ein. Kul­tur kön­nen wir beein­flus­sen, steu­ern. Als größ­tes Kapi­tal des Men­schen bezeich­ne­te er das „Kul­tu­rel­le Kapi­tal“.

Mez­ger zeig­te sich ein­mal mehr als her­vor­ra­gen­der Red­ner, sei­ne Aus­sa­gen deut­lich, gut ver­ständ­lich und gut unter­mau­ert und an den tref­fen­den Stel­len auch in etwas schmun­zeln­der Art, manch­mal auch etwas nach­denk­lich und mah­nend vor­ge­tra­gen.

Dafür ern­te­te der Red­ner auch laut­star­ken Bei­fall vom Publi­kum.

Bür­ger­meis­ter Dr. Krö­ger wünsch­te den Gäs­ten abschlie­ßend span­nen­de und erleb­nis­rei­che Tage.
Abge­run­det wur­de Auf­takt­ver­an­stal­tung durch einen Steh­im­biss; für die Ver­sor­gung der Gäs­te zeich­ne­te der Orts­bau­ern­ver­ein ver­ant­wort­lich.

An die Auf­takt­ver­an­stal­tung schlie­ßen sich eine Viel­zahl von Ver­an­stal­tun­gen und Ter­mi­nen an, wel­che von den Ver­ei­nen und kom­mu­na­len Ein­rich­tun­gen aus­ge­rich­tet wer­den.