Rein­er “Archie” Arm­led­er wirkt glück­lich wie nie. Nicht nur der tolle Ferien­za­uber-Start im Kraftwerk mit Super­star Anasta­cia, jet­zt läuft es auch am Wasser­turm für den Pro­gram­mver­ant­wortlichen neben Mike Wut­ta rund. Vor allem auch bei den lokalen Helden, zulet­zt mit 1500 bis 2000 Besuch­ern am Gratiskonz­ertabend von Intakt, jet­zt mit einem neuen Bier­reko­rd bei Figa und Schuss.

Wie man hört, ist am Sam­stagabend der von den Buf­fa­lo Chips indi­rekt aufgestellte Reko­rd an leer getrunk­e­nen Bier­fässern gebrochen wor­den. Natür­lich nicht von Figa und Schuss, den bei­den Her­ren an den Gitar­ren selb­st, son­dern vom gut gelaun­ten Pub­likum vor der Bühne und im Bier­garten unterm Wasser­turm. Viele durstige Gäste — kaum etwas freut einen Ver­anstal­ter mehr. Außer vielle­icht Super­stars, wie Anasta­cia.

72 Fäss­er Bier sind an jen­em Sam­stagabend beim Ferien­za­uber leer getrunk­en wor­den. Das freut Arm­led­er & Co., es ruft aber auch einen Kri­tik­er her­vor, der das erst­mals öffentlich sagt. Villin­gen­dorfs Kro­ne-Wirt Claus-Peter Lang, selb­st eine Insti­tu­tion, ist nicht glück­lich. Er möchte den Ferien­za­uber und das Jaz­zfest nicht madig machen, schreibt er, aber bei dem Erfolg dieser Events seien die Gast­stät­ten drumherum leer. “Sor­ry Archie”, schreibt Lang in einem Face­bookkom­men­tar an Rein­er “Archie” Arm­led­er, “aber auch das muss mal gese­hen wer­den — ich (und Kol­le­gen sich­er auch ) kriegen um 24 Uhr Gäste, die das Auto nach Hause brin­gen und uns nach’m Sch…abend noch ewig hin­hal­ten — und du als Wirt sagst ‘aber gerne’ … obwohl du was kon­träres denkst. Dorffeste, Vere­ins­feste und Vere­ins­gast­stät­ten. Und dann der Auf­schrei: Die Gast­stät­ten ster­ben… Nur mal zum nach­denken warum… Viele Hunde sind des Hasen Tod.”

In ein­er Kneipe in der Innen­stadt war allerd­ings eine Menge los: bei der Abschiedspar­ty für den Wirt Olaf Hatwig im Harp. Der kri­tisierte Arm­led­er antwortet denn auch ver­söhn­lich: “Vielle­icht kön­nen wir auch mal zusam­men­sitzen und uns Gedanken machen, wie wir eine für alle verträgliche und zufrieden­stel­lende Lösung find­en kön­nen.” Er schreibt auch an Lang gewandt: “… deine Ehrlichkeit weiß ich zu schätzen und eines darf­st Du mir auch glauben, Mike und mir wäre es am Lieb­sten, wenn so viele wie möglich von dem uns ans Herz gewach­sene Fes­ti­val prof­i­tieren kön­nten — und das meine ich auch ehrlich.”

Unser Fotograf Thomas Deck­er war beim Kosten­los-Konz­ert mit Figa und Schuss dabei. Seine schön­sten Bilder sind hier — in der NRWZ-Bilder­ga­lerie.